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GermanyPolitics12 days ago

Employment pension: Social policy good vibes

The article discusses the proposal by Germany's Finance Minister Lars Klingbeil to make occupational pensions mandatory, following calls from the German Confederation of Trade Unions (DGB). It highlights the low participation rate in occupational pension schemes among employees aged 25 to 67, with only around 52 percent enrolled in 2023. The piece notes that while unions like the DGB support this initiative, employers are less enthusiastic. It also contextualizes Klingbeil's push within broader social policy reforms being discussed by the coalition government.

FAQ

Forderung der Gewerkschaften

Was hinter einer verpflichtenden Betriebsrente steckt

Stand: 09.06.2026 • 14:25 Uhr

In der Debatte um eine Reform der Renten fordern die Gewerkschaften eine verpflichtende Betriebsrente, Unterstützung dafür kommt aus der SPD. Wie funktioniert die Betriebsrente und was würde eine Pflicht bedeuten?

In der Debatte über eine Rentenreform spricht sich neben dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) nun auch der Bundesfinanzminister Lars Klingbeil für eine Betriebsrente für alle Arbeitnehmer aus. "Das würde helfen", sagte der SPD-Chef in der ARD-Sendung Arena .

Zuvor hatte sich die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) dafür ausgesprochen, "dass es eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle gibt, und zwar mit uns als Tarifvertragsparteien".

Was ist die betriebliche Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine freiwillige Zusatzrente und ergänzt die gesetzliche Rente. Sie wird über den Arbeitgeber organisiert und durchgeführt. Das bedeutet, dass das Unternehmen die Anlageform auswählt, sich um die Beitragszahlungen kümmert und Vertragspartner für den Anbieter oder Finanzdienstleister ist, der die Betriebsrente verwaltet. Die Einzelheiten dazu sind in der Regel in Tarifverträgen oder auf betrieblicher Ebene geregelt.

Die Beiträge werden über spezielle Vorsorgewege wie Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse oder Direktzusage angespart und später als monatliche Rente oder einmalige Auszahlung im Ruhestand ausgezahlt. Erst dann werden Steuern fällig (nachgelagerte Besteuerung) - und für alle, die gesetzlich kranken- und pflegeversichert sind, auch Abgaben zu diesen beiden Sozialkassen.

Wie ist die bAV aktuell geregelt?

Das Bundeskabinett, der Bundestag und der Bundesrat hatten Ende vergangenen Jahres bereits das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz beschlossen, mit dem die Bundesregierung die betriebliche Altersvorsorge weiter fördern will. Vorgesehen sind Verbesserungen im Arbeits-, Finanzaufsichts- und Steuerrecht.

Experten sehen das Gesetz allerdings kritisch: "Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz bringt zwar einige spürbare Verbesserungen, aber insgesamt zu wenige, um den eigentlich notwendigen Boom in der betrieblichen Altersversorgung auszulösen", sagte Klaus Stiefermann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba), bereits im März im Gespräch mit der ARD-Finanzredaktion .

Das liege vor allem an einem Mangel an garantiefreien Produkten bei der bAV. Denn nur wenn der Arbeitgeber nicht die Höhe der Leistungen in der Rentenphase garantieren muss, seien höhere Aktienquoten und damit höhere Renditechancen möglich.

Wie wird die bAV aktuell finanziert?

Bei der klassischen arbeitgeberfinanzierten bAV übernimmt der Arbeitgeber die Beiträge allein. Arbeitnehmer können aber auch einen Teil ihres Bruttogehalts für eine Betriebsrente einsetzen (Entgeltumwandlung). Seit 2019 müssen Arbeitgeber bei diesem Modell einen Zuschuss von mindestens 15 Prozent leisten. Seit 2022 gilt dies auch für alle bereits bestehenden Vereinbarungen zur Entgeltumwandlung.

Nach den Vorstellungen der SPD könnte das aber noch mal auf den Prüfstand kommen: SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt sagte der Funke Mediengruppe: "Klar ist: Für eine gute Absicherung im Alter sind mehr finanzielle Mittel nötig. Diese müssen auch die Arbeitgeber mindestens paritätisch mit erbringen." Das würde eine höhere finanzielle Belastung für Arbeitgeber bedeuten, gerade für kleinere Firmen, weil zusätzliche Beiträge die Lohnkosten erhöhen würden.

Wie viele Arbeitnehmer haben schon heute eine bAV?

In Deutschland wird nach aktuellem Stand jeder Zweite eine Betriebsrente erhalten. Eine Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigt, dass Ende 2023 von 31,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 25 bis unter 67 Jahren rund 52 Prozent eine betriebliche Altersversorgung haben. In kleinen und mittleren Unternehmen allerdings und bei Beschäftigten mit geringem Einkommen ist sie noch wenig verbreitet.

Der DGB schlägt vor, gerade bei nicht tarifgebundenen Betrieben, die Beschäftigten unter bestimmten Bedingungen in die bestehenden Modelle aufzunehmen. Eckpunkte zu dem Vorschlag will der DGB Ende des Monats vorstellen.

Was könnte eine verpflichtende bAV bringen?

Würde die betriebliche Altersvorsorge verpflichtend werden, erhielten alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten eine Betriebsrente. Das würde parallel zur gesetzlichen Rente laufen und damit eine Lücke schließen, die nach Einschätzung der Gewerkschaften Millionen Beschäftigte betrifft.

Die Idee einer stärkeren Absicherung abseits der gesetzlichen Rente, unterstützt auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): "Drei starke Säulen - gesetzlich, betrieblich und privat - werden in ein neues Verhältnis treten", kündigte er an. Nur so bleibe die Altersversorgung auf Dauer sicher.

Wie reagieren die Arbeitgeber…

Read the full article at Tagesschau (ARD)
Source document: Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)

5 reports

taz – die tageszeitungIndependentLeft12 days ago
Employment pension: Social policy good vibes

The article discusses the proposal by Germany's Finance Minister Lars Klingbeil to make occupational pensions mandatory, following calls from the German Confederation of Trade Unions (DGB). It highlights the low participation rate in occupational pension schemes among employees aged 25 to 67, with only around 52 percent enrolled in 2023. The piece notes that while unions like the DGB support this initiative, employers are less enthusiastic. It also contextualizes Klingbeil's push within broader social policy reforms being discussed by the coalition government.

Bias read (Left): The article frames the proposed mandatory occupational pensions as a 'sozialpolitische Good Vibes' initiative, emphasizing its potential to counteract recent austerity measures. It critiques current policies under Klingbeil as 'rigid' and 'cutting programs,' using terms like 'euphemistically as Re­f

Official sources cited

  • government Arbeitsministerium
Tagesschau (ARD)State / PublicCenter12 days ago
Why Compulsory Occupational Pensions Are Discussed

The article discusses the debate around a mandatory occupational pension (Betriebsrente) in Germany, with support coming from trade unions and the SPD. It explains what an occupational pension is, noting it is currently voluntary and organized by employers. The piece highlights statements from the German Finance Minister Lars Klingbeil and DGB President Yasmin Fahimi advocating for a mandatory system.

Bias read (Center): The article presents information objectively, quoting both the DGB and the SPD, and explains the current structure of occupational pensions without overtly favoring any side. It does not use loaded language or omit key perspectives.

Official sources cited

  • organisation Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)
  • government Bundesfinanzminister Lars Klingbeil
taz – die tageszeitungIndependentCenter12 days ago
Debate on pensions in Germany: Call for compulsory occupational pensions

Germany's Federal Finance Minister Lars Klingbeil supports the proposal by the German Confederation of Trade Unions (DGB) for mandatory company pensions. The DGB warns against raising the retirement age to 70, calling it a harsh austerity measure rather than a reform.

Bias read (Center): The article presents both Klingbeil's support for mandatory company pensions and the DGB's opposition to raising the retirement age to 70 without overtly favoring either side. It includes direct quotes from both parties involved, providing balanced representation of their positions.

Official sources cited

  • government Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD)
  • organisation Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)
Süddeutsche ZeitungIndependent🔒Left14 days ago
DGB demands compulsory retirement for all workers

The German trade union federation DGB is calling for mandatory occupational pensions for all employees.

Bias read (Left): The DGB is a major leftist labor organization in Germany, and the call for mandatory occupational pensions aligns with progressive economic policies aimed at strengthening social safety nets and worker protections. The framing emphasizes the need for universal benefits, which is typically associated

Tagesschau (ARD)State / PublicLeft14 days ago
DGB for compulsory occupational pensions - with the help of employers

The German trade union federation DGB proposes a mandatory occupational pension scheme for all employees, with employers required to contribute. According to DGB President Yasmin Fahimi, around 20 million workers in Germany currently lack such a pension, often because they work in non-collaborative companies. The DGB plans to present specific details by the end of the month.

Bias read (Left): The article presents the proposal from the DGB, a major leftist organization, advocating for a mandatory occupational pension funded by employers. The framing emphasizes the need for action due to the current lack of pensions for millions of workers, aligning with progressive economic policies. No右翼

Official sources cited

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The official sources this coverage is built on. Read them directly to bypass framing.