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WorldEnvironment5 days ago

The mega-world championship is a climate catastrophe programmed

The article discusses the environmental impact of the upcoming FIFA World Cup 2026, which will be held across the United States, Canada, and Mexico. It highlights concerns raised by environmental experts regarding the event's significant carbon footprint due to factors such as increased number of participating teams, more matches, and the vast distances between host cities. The article references Andrew Simms, an economist from the New Weather Institute, who states that the 2026 World Cup will be the most environmentally damaging in history. Additionally, it mentions a study from the Universit

WM 2026

Bei der Mega-WM ist die Katastrophe für das Klima programmiert

Die WM in den USA, Kanada und Mexiko stellt Katar 2022 bei Auswirkungen für das Klima locker in den Schatten. Ökonom Simms: "Die WM 2026 wird die umweltschädlichste aller Zeiten"

Thomas Hirner

Ein Blick in das Dallas Stadium, wo das ÖFB-Team am 22. Juni gegen Argentinien antritt. Mit rosa-violettem Licht wird das Wachstum des Rasens gefördert. Ist es heiß, muss der Schuppen mit viel Energie entsprechend gekühlt werden. Weitaus problematischer aus Umweltsicht sind aber die zahlreichen Flüge, die im Rahmen der WM zu erwarten sind.

London/Wien – Umweltexperten schlagen vor der XXL-WM in den USA, Mexiko und Kanada Alarm. Die negativen Auswirkungen auf das Klima sollen durch die Aufstockung der Endrunde von 32 auf 48 Teilnehmer, die Vermehrung der Spiele von 64 auf 104 und die enormen Distanzen zwischen den 16 Austragungsorten regelrecht befeuert werden. "Es besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass die WM 2026 die umweltschädlichste aller Zeiten sein wird", sagte Ökonom Andrew Simms vom New Weather Institute in einer Reportage des ZDF. Die Universität von Lausanne geht noch einen Schritt weiter: Die Endrunde werde laut einer Studie "den größten CO₂-Fußabdruck in der Geschichte des internationalen Sports" hinterlassen.

Zwischen fünf und sechs Millionen Fans aus aller Welt werden laut Angaben des Fußballweltverbands (FIFA) beim Turnier erwartet. Klimatechnisch sei dies ein Desaster, prangern Umweltwissenschaftler an. Die von Donnerstag bis 19. Juli steigende WM werde rund neun Millionen Tonnen CO₂-Emissionen verursachen, wie Berechnungen der Organisation Scientists for Global Responsibility (SGR) ergaben. Zum Vergleich: Die umstrittene Endrunde vor vier Jahren in Katar stieß mit 3,8 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen weniger als die Hälfte aus. Dabei setzt die WM in Nordamerika im Vergleich zur Endrunde im kleinen Emirat auf bereits bestehende Stadien, wie die FIFA in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie für das Turnier nicht müde wurde zu betonen.

FIFA-Ziel: Null CO₂-Emissionen

Mit einer eigenen Klimastrategie hat sich der Fußballweltverband dazu verpflichtet, CO₂-Emissionen zu reduzieren und sie bis 2040 auf null zu senken. Bei der anstehenden WM wird nun aber ein Weg in die entgegensetzte Richtung eingeschlagen. Das kritisiert auch die Organisation SGR: "Die FIFA muss für ihre wachsende Rolle in der Klimakrise Verantwortung übernehmen", wird Studienautor Stuart Parkinson von der Austria Presse Agentur (APA) zitiert. Vom Weltverband heißt es: "Die FIFA ist sich bewusst, dass die Auswirkungen auf das Klima ernst genommen werden müssen und begrüßt eine fundierte Überprüfung."

In den Berechnungen der SGR werden alleine 7,72 der neun Millionen Tonnen CO₂-Ausstoß durch die Luftfahrt erreicht. Das bringt die Aufstockung des Turniers samt Ausrichtung in drei großen Ländern mit sich. Neben den Mannschaften, Betreuern und Funktionären werden freilich auch sehr viele Fans in Flugzeuge steigen.

Großer persönlicher Beitrag

Ein Beispiel: Reist ein Anhänger oder eine Anhängerin von Wien über Los Angeles zu allen drei Gruppenspielen des ÖFB-Teams in Santa Clara, Dallas und Kansas City, so wird sein CO₂-Fußabdruck für die drei Flüge bei rund 2,625 Tonnen liegen. Weitere Partien im Aufstiegsfall sowie der Rückflug sind dabei noch nicht mitgerechnet. Insgesamt kommt da einiges zusammen, wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche CO₂-Fußabdruck pro Kopf und Jahr in Europa zwischen sechs und acht Tonnen beträgt.

Eine Million Bäume pflanzen

In Sachen Emissionsreduzierung setzt die FIFA auf Ausgleichsmechanismen wie den umstrittenen CO₂-Zertifikatehandel. Im Rahmen dieser WM gibt sie an, in Projekte zu investieren, die zwecks Aufforstung in Nordamerika eine Million Bäume pflanzen wollen. Dabei hatte sich die FIFA bereits 2022 in Katar eine Rüge der schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) eingehandelt, nachdem es Beschwerden wegen Greenwashing gegeben hatte.

Das Dallas Stadium in Arlington/Texas zählt zu den energieintensivsten Sportanlagen der Welt.

Laut SGR-Studie stelle auch der Betrieb eines Stadions wie etwa in Dallas – wo Österreich gegen Argentinien antritt – ein Problem dar. Das Dallas Stadium zählt zu den energieintensivsten Sportanlagen der Welt, nicht zuletzt deshalb, weil sie bei Spielen in der Hitze mit großem Aufwand gekühlt werden müssen.

"Noch schlimmer als die Tabakindustrie"

Für die Bilanz auch nicht förderlich ist das Engagement von Saudi Aramco als Sponsor der FIFA. Der saudi-arabische Energie- und Ölriese zählt zu den umweltschädlichsten Unternehmen der Welt. Laut einer Studie des Carbon Majors Database von 2024 war es alleine für 4,8 Prozent des weltweiten Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes seit 1965 verantwortlich. "Durch die Partnerschaft mit dem weltweit größten Ölkonzern hat die FIFA einen Sponsor gefunden, der noch schlimmer ist als die Tabakindustrie", sagt Ökonom Simms. (Thomas Hirne…

Read the full article at Der Standard
Source document: Study on CO₂ emissions from the World Cup

4 reports

KurierIndependentCenter5 days ago
The Flying Championships: The Kings of the Air

The article discusses the environmental impact of the World Cup being held in the United States, Mexico, and Canada, highlighting the large carbon footprint caused by air travel. It notes that the tournament has set a negative record with nine million tons of CO₂ emissions. The focus is on the distances teams must fly during the group stage, with Curaçao expected to cover the most kilometers.

Bias read (Center): The article presents factual information about the environmental impact of the World Cup without taking a clear stance or using biased language. It focuses on data and does not favor any particular political or ideological perspective.

France 24 (English)State / PublicCenter6 days ago
2026 World Cup set to be 'most polluting' sporting event in history

The 2026 World Cup is expected to have the largest carbon footprint of any sporting event in history, with an estimated 9 million tonnes of CO2 emissions. This is nearly double the average emissions of the previous four World Cups.

Bias read (Center): The article presents factual information about the environmental impact of the 2026 World Cup without taking a stance or using biased language. It focuses on the projected carbon footprint and does not frame the issue in a politically charged manner.

Le FigaroIndependent🔒Center11 days ago
Bigger, longer, more profitable... the 2026 World Cup is turning into a giant

The 2026 FIFA World Cup, hosted by the United States, Canada, and Mexico, will feature 48 teams and 104 matches, with expected revenues of $13 billion. The event is described as unprecedented in scale, both geographically and financially, but it also raises concerns about environmental impact, including an estimated 9 million tons of CO2 emissions.

Bias read (Center): The article provides factual information about the scale and financial aspects of the 2026 World Cup without overtly favoring any political or ideological perspective. It mentions environmental concerns but does so objectively, citing external data without editorializing.

Official sources cited

  • study New Weather Institute study
Der StandardIndependentCenter12 days ago
The mega-world championship is a climate catastrophe programmed

The article discusses the environmental impact of the upcoming FIFA World Cup 2026, which will be held across the United States, Canada, and Mexico. It highlights concerns raised by environmental experts regarding the event's significant carbon footprint due to factors such as increased number of participating teams, more matches, and the vast distances between host cities. The article references Andrew Simms, an economist from the New Weather Institute, who states that the 2026 World Cup will be the most environmentally damaging in history. Additionally, it mentions a study from the Universit

Bias read (Center): The article presents environmental concerns related to the World Cup without taking a clear ideological stance. It cites expert opinions and studies to highlight potential negative impacts on the climate but does not exhibit biased language, one-sided sourcing, or omission of context.

Official sources cited

  • organisation New Weather Institute
  • organisation University of Lausanne

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