Die Bundesnetzagentur hat frische Zahlen zur Ladeinfrastruktur in Deutschland veröffentlicht. Demnach gibt es zum Stichtag 1. Mai 203.951 öffentliche Ladepunkte. Das sind fast 30.000 mehr als ein Jahr zuvor und über 7000 mehr als am 1. Januar 2026. Prozentual stärker als die Zahl der Ladepunkte stieg die kumulierte Anschlussleistung, was einen Hinweis auf eine Verschiebung innerhalb des Ausbaus liefert.
AC beim Ausbau noch immer vorn
Unverändert liegen bei der Erweiterung der öffentlichen Ladeinfrastruktur Punkte mit Wechselstrom zahlenmäßig vorn. Binnen eines Jahres stieg ihre Zahl von 134.200 auf 151.452 – ein Plus von 17.252. Ursache dafür sind die vielerorts geringeren Anschlusskosten, denn für einen AC-Ladepunkt reicht das dicht geknüpfte Niederspannungsnetz. Für Ladeleistungen von mindestens 50 kW muss in der Regel das Mittelspannungsnetz angezapft werden, das deutlich weitmaschiger ist.
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Dennoch gibt es eine zunehmende Verschiebung in diese Richtung. Die Zahl der Ladepunkte mit mindestens 50 kW stieg innerhalb von einem Jahr von 40.220 auf 52.499. Auch dafür gibt es einen wirtschaftlichen Hintergrund. An diesen Ladepunkten kann schlicht mehr Strom pro Zeiteinheit verkauft werden. Ist die Auslastung hoch, sind es die Margen auch. Ein Indiz für diese Verschiebung ist auch die kumulierte Anschlussleistung: Wenn alle Ladeeinrichtungen gleichzeitig liefern würden, was sie könnten, müssten im Netz 8,75 GW bereitstehen. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 6,8 GW.
Die Zahl der Ladepunkte stieg zwischen Mai 2025 und Mai 2026 um 17 Prozent, die der Anschlussleistung um 28. Ladesäulen mit mindestens 300 kW liegen bei Ausbau prozentual vorn – ihre Zahl wuchs um 40 Prozent auf 18.209. DC-Ladepunkte mit 150 bis 299 kW sind mit 20.195 noch vorn. Doch bei ähnlichen Kosten für Anschluss und Hardware entscheiden sich die Betreiber zunehmend dafür, gleich auf mindestens 300 kW zu gehen. Das ist auch naheliegend, denn die Zahl der Elektroautos, die mehr als 300 kW auch tatsächlich abrufen können, steigt immer weiter.
( mfz )
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heise onlineIndependentCenter12 days ago Expansion of charging infrastructure: focus shifted to fast chargingThe Federal Network Agency has released new data on Germany's charging infrastructure, showing an increase in public charging points. As of May 1st, there were 203,951 public charging points, with a significant rise compared to previous years. The number of alternating current (AC) charging points remains higher than direct current (DC) points, but there is a growing shift toward DC chargers with at least 50 kW capacity due to economic factors such as higher revenue potential.
Bias read (Center): The article presents factual data on the growth of Germany's charging infrastructure without taking a stance on policy, politics, or ideological issues. It focuses on technical details and economic motivations behind the shift in charger types, using neutral language and citing official data from a
Official sources cited
- government Bundesnetzagentur