Großes Update
Android 17 ist da: Schneller, sicherer und sogar das eine oder andere neue Feature
Googles neue Betriebssystemgeneration fokussiert einmal mehr auf die Grundlagen. Mit Bubbles und Screen Reactions gibt es aber auch neue Funktionen
Andreas Proschofsky
Es gab eine Zeit, da gingen neue Android-Generationen mit einem regelrechten Feuerwerk an neuen Funktionen einher. Diese Zeit ist vorbei. Mittlerweile hat Google sein System dermaßen stark modularisiert, seinen Fokus so sehr auf die eigenen Pixel-Geräte gelegt, dass man sich bei den großen Versionssprüngen vorwiegend auf strukturelle Verbesserungen an der Softwarebasis und neue Schnittstellen für Entwicklerinnen und Entwickler fokussiert.
Android 17 ist da! Zumindest solange man das passende Smartphone von Google hat...
Android 17 ist da
Das ist auch bei Android 17 "Cinnamon Bun" nicht anders, das Google jetzt offiziell enthüllt hat . Ganz ohne neue Funktionen lässt man die Nutzerinnen und Nutzer dann aber doch nicht dastehen. Ein Highlight der neuen Version sind die sogenannten Bubbles: Diese ermöglichen es, ausgewählte Apps immer zum Schnellzugriff bereitzuhalten. Die Apps werden dabei in Form ihrer Icons über das restliche Geschehen geblendet. Klickt man auf diese, wird eine Miniaturansicht des Programms angezeigt, mit der man ganz normal interagieren kann.
Aufrufen lässt sich diese Funktion über einen Langdruck auf das zugehörige Icon. Wählt man mehrere Apps dafür aus, werden die Icons übereinander gestapelt. Das funktioniert sowohl auf Smartphones als auch auf Foldables und Tablets, wobei es auf großen Bildschirmen seine Nützlichkeit besser entfalten kann. Wem das bekannt vorkommt: Ja, diese Idee hatte Google schon vor einigen Jahren einmal, damals war das aber nur für Messaging-Apps gedacht, die das noch dazu explizit unterstützen mussten. Nun geht das aber automatisch mit jeder App.
Die Bubbles sind eine der sichtbaren Neuerungen in Android 17
Reaktionen
Ebenfalls neu sind die sogenannten "Screen Reactions". Diese sind primär für Creator gedacht, die über Dinge sprechen wollen, die gerade am Smartphone zu sehen sind. Das sieht dann so aus, dass man selbst im Vordergrund angezeigt wird, während im Hintergrund etwa eine Webseite oder andere Smartphone-Inhalte dargestellt werden. Generell wurden die Screen-Recording-Fähigkeiten mit einer neuen Toolbar überarbeitet.
Für Foldables gibt es einen neuen Spielemodus: In diesem lässt sich die eine Hälfte des Geräts als Gamepad verwenden, während die andere das Geschehen darstellt. Und wer lieber externe Controller für diese Aktivitäten verwendet, darf sich darauf freuen, dass die Belegung von deren Knöpfen jetzt frei angepasst werden kann.
Feinschliff
Zumindest an einer Stelle demonstriert Google, dass man sehr wohl in der Lage ist, falsche Entscheidungen zurückzunehmen. So gibt es nun wieder getrennte Schnelleinstellungsschalter für WLAN und Mobilfunk. Damit lassen sich diese beiden Funktionen auch wieder mit einem Druck direkt deaktivieren. Betont sei an dieser Stelle einmal mehr: Android ist ein sehr diverses Umfeld, das heißt, dass die Gestaltung der Schnelleinstellungen von Hersteller zu Hersteller variiert. Dieser Punkt gilt also hauptsächlich für Googles eigene Geräte.
Ebenfalls vor allem für Nutzer von Android-Smartphones interessant, die sich eng an Googles Vorgaben halten: Der Pixel Launcher ermöglicht jetzt, auf die Darstellung der App-Namen am Homescreen zu verzichten, was einen aufgeräumten Look ermöglicht. Dann wären da noch erweiterte Möglichkeiten für den Dark Mode des Systems: Lässt sich dieser jetzt doch gezielt für einzelne Apps festlegen. Wer also bestimmte Programme von der dunklen Darstellung ausnehmen will, kann das ab sofort.
Google bietet bei seiner eigenen Android-Variante nun wieder getrennte Schaltflächen für Mobilfunk und WLAN in den Schnelleinstellungen an.
Die Darstellung der Widget-Liste wurde optisch überarbeitet, auch dort kommen nun die offenbar unvermeidbaren Blur-Effekte zum Einsatz. Neu sind zudem die Möglichkeit, die Lautstärke des jeweiligen KI-Assistenten separat zu bestimmen, und ein interaktiver Bild-im-Bild-Modus, der speziell für die Nutzung im Desktop-Modus gedacht ist. Auch Widgets sollen auf externen Displays jetzt besser dargestellt werden.
Privatsphäre
Wichtiger als neue Features an neuen Android-Generationen sind aber – wie erwähnt – meist die strukturellen Verbesserungen, und da gibt es tatsächlich den einen oder anderen substanziellen Fortschritt: So gibt es fortan die Möglichkeit, gezielt nur einzelne Kontakte an eine App weiterzugeben, wenn diese den Zugriff auf das Adressbuch will. Damit erhalten die Nutzerinnen und Nutzer also Möglichkeiten, die Datenweitergabe stark einzuschränken.
Weitere Privatsphärenverbesserungen verspricht Google für die Standortnutzung, indem die zugehörigen Dialoge neu gestaltet werden. So gibt es jetzt vorgefertigte UI-Elemente, die Apps i…
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