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Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat heute mit einem Festakt seinen 150. Geburtstag gefeiert. BundesprĂ€sident Alexander Van der Bellen betonte in seiner Ansprache die Bedeutung eines funktionierenden Rechtsschutzes. âRechtsstaatliche Errungenschaften sind nicht von selbst daâ, sagte er.
VwGH-PrÀsident Albert Posch sprach vor zahlreichen GÀsten aus Politik und Justiz von unabhÀngiger Kontrolle als Notwendigkeit. Die Arbeit seines Hauses will er noch sichtbarer machen.
Der VwGH sei etwa gleich alt wie das Naturhistorische Museum und das Telefon, rechnete Van der Bellen vor. Wenn es etwas so lange gibt, gehe man rasch davon aus, dass es immer Bestand haben wird. Dennoch mĂŒsse die Gesellschaft ihre Errungenschaften immer wieder erhalten und verteidigen. âWir mĂŒssen also etwas dafĂŒr tunâ, sagte der BundesprĂ€sident bei der Veranstaltung auf dem Wiener Judenplatz.
âAufpassen, dass Institutionen stark bleibenâ
Seit seiner GrĂŒndung stehe der Verwaltungsgerichtshof fĂŒr einen resilienten Rechtsstaat und genieĂe höchstes Vertrauen in der Gesellschaft. âAber auch wenn unsere Institutionen stark sind, mĂŒssen wir aufpassen, dass sie es auch bleibenâ, warnte Van der Bellen. Auch in europĂ€ischen Staaten sei die Rechtsstaatlichkeit zuletzt immer wieder ins Wanken geraten.
GefĂ€hrlich seien etwa Diffamierungskampagnen gegen einzelne Richterinnen und Richter sowie fehlende Akzeptanz fĂŒr gerichtliche Urteile. Auch fehlende Ressourcen bei Budget und Personal könnten zum Problem werden. âGerichte können herausragende Leistungen in angemessener Dauer nur erbringen, wenn die entsprechenden Ă€uĂeren Voraussetzungen dafĂŒr gegeben sindâ, sagte Van der Bellen.
PrĂ€sident Posch beschrieb den VwGH als âeine der tragenden SĂ€ulen der Rechtsstaatlichkeit in Ăsterreichâ. Mit mehr als einer halben Million erledigter FĂ€lle habe man seit 1876 einen maĂgeblichen Teil zur Rechtssicherheit geleistet. Zum JubilĂ€um soll das gewĂŒrdigt, aber auch das Vertrauen der Bevölkerung weiter gestĂ€rkt werden.
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