ON
← Zurück zum Feed
Zu viel Rotwein am Markt: Kommt jetzt die „Krisendestillation“?
Austria🏛️ PolitikMittegestern

Zu viel Rotwein am Markt: Kommt jetzt die „Krisendestillation“?

Die österreichische Weinindustrie steht vor ähnlichen Herausforderungen wie in Deutschland, wo überschüssiger Rot- und Roséwein zu einer Marktsättigung führt. Die Europäische Union hat eine Maßnahme genehmigt, die es erlaubt, bis zu 24 Millionen Liter überschüssiger Wein mit 14,16 Millionen Euro EU-Mitteln zu destillieren, um den Lagerdruck vor der neuen Ernte zu lindern. In Österreich, insbesondere im Burgenland, sind die Preise für Rotwein deutlich niedriger als die für Weißwein, mit nur 30 Cent pro Kilogramm im Vergleich zu 80 bis 90 Cent für Weißwein. Alte Jahrgänge bleiben in Kellern unverkauft, was eine schwierige Situation für die Produzenten schafft. Branchenführer wie Andreas Liegenfeld und Herbert Oschep erkennen die potenziellen Vorteile der "Crisis-Destillation" an, warnen jedoch davor, sich darauf als dauerhafte Lösung zu verlassen. Sie betonen die Notwendigkeit, die Weinmärkte zu erweitern und die Überschusslager zu verkaufen, anstatt sie zu zerstören.

In Österreich, insbesondere im Burgenland, sind ähnliche Bedenken aufgetaucht, da Rotweine Schwierigkeiten haben, Käufer zu finden, ältere Jahrgänge noch in Kellern liegen und die Preise für die aktuelle Ernte niedrig bleiben.

Laut Andreas Liegenfeld, Präsident des Österreichischen Winzerverbandes, und Herbert Oschep, Geschäftsführer von Wein Burgenland, gibt es weltweit ein Überangebot an Rotwein. Im Burgenland liegt der Preis pro Kilogramm für Rotwein derzeit bei rund 30 Cent, verglichen mit etwa 80 bis 90 Cent für weiße Trauben. Diese Disparität unterstreicht die Herausforderungen für Rotweinproduzenten.

Die vorgeschlagene Lösung, die Krisendestillation, sieht vor, dass überschüssiger Wein mit finanzieller Unterstützung vom Markt genommen und in Industriealkohol umgewandelt wird. Während sowohl Liegenfeld als auch Oschep die potenziellen Vorteile dieses Ansatzes anerkennen, betonen sie auch seine Grenzen. Liegenfeld unterstützt die Prüfung der Maßnahme, betont aber die Notwendigkeit aggressiverer Vermarktungsbemühungen und Marktvergrößerung, anstatt einfach überschüssige Lagerbestände zu destillieren. Er stellt fest, dass die Initiative Deutschlands eine neue Dynamik geschaffen hat und Österreich Möglichkeiten bietet, wenn es eine ähnliche EU-Finanzierung beantragt. Einerseits bietet sie sofortige Erleichterung, indem sie das Angebot durch EU-finanzierte Mittel reduziert.

Die Destillation von Wein ist ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs, da die Destillation die Ursache des Ungleichgewichts zwischen Produktion und Verbrauch nicht löst.

Nach Angaben von Josef Glatt, Direktor des Österreichischen Weinwirtschaftsverbandes, muss Österreich eine gründliche Bewertung seiner aktuellen Lager- und Erntewerte vorlegen. Diese Bewertung wird sich auf Berichte stützen, die die Weingüter bis zum 31. Juli vorlegen.

Das Ergebnis dieses Prozesses wird die nächsten Schritte für den österreichischen Weinsektor bestimmen.

1 Berichte

Kurier logoKurierParteinahMittegestern
Zu viel Rotwein am Markt: Kommt jetzt die „Krisendestillation“?

Die österreichische Weinindustrie steht vor ähnlichen Herausforderungen wie in Deutschland, wo überschüssiger Rot- und Roséwein zu einer Marktsättigung führt. Die Europäische Union hat eine Maßnahme genehmigt, die es erlaubt, bis zu 24 Millionen Liter überschüssiger Wein mit 14,16 Millionen Euro EU-Mitteln zu destillieren, um den Lagerdruck vor der neuen Ernte zu lindern. In Österreich, insbesondere im Burgenland, sind die Preise für Rotwein deutlich niedriger als die für Weißwein, mit nur 30 Cent pro Kilogramm im Vergleich zu 80 bis 90 Cent für Weißwein. Alte Jahrgänge bleiben in Kellern unverkauft, was eine schwierige Situation für die Produzenten schafft. Branchenführer wie Andreas Liegenfeld und Herbert Oschep erkennen die potenziellen Vorteile der "Crisis-Destillation" an, warnen jedoch davor, sich darauf als dauerhafte Lösung zu verlassen. Sie betonen die Notwendigkeit, die Weinmärkte zu erweitern und die Überschusslager zu verkaufen, anstatt sie zu zerstören.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene Sicht des Problems und diskutiert sowohl die potenziellen Vor- als auch Nachteile der Krisendestillation.

Wie jede Seite berichtete

Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

Wie jede Seite berichtete

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Weltweite Berichterstattung

Dasselbe Ereignis, wie es in anderen Ländern berichtet wurde.

Weltweite Berichterstattung

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Faktencheck

Zentrale faktische Aussagen und wie viele Quellen sie bestätigen bzw. bestreiten.

Faktencheck

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Halte die Nachrichten ehrlich.

ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.

Unterstützer werden

Ähnliche Themen