Im August 2018 stürzte ein Teil der Morandi-Brücke in Genua ein und tötete 43 Menschen. Das Gericht in Genua verurteilte den ehemaligen Geschäftsführer von Autostrade per l'Italia (ASPI), Giovanni Castellucci, wegen Fahrlässigkeit und Totschlag aufgrund der schlechten Instandhaltung der Brücke zu 12 Jahren Gefängnis. Untersuchungen ergaben, dass in der 51-jährigen Lebensdauer keine Mindestwartungsarbeiten an der Brücke durchgeführt wurden. Castellucci verbüßte bereits 2013 eine sechsjährige Haftstrafe für einen weiteren tödlichen Unfall in Süditalien. Das Gericht verurteilte auch 32 andere Personen, die an der Vernachlässigung der Instandhaltung der Brücke beteiligt waren, darunter Michele Mitelli, der eine 11-jährige Haftstrafe erhielt, und Paolo Berti, der fünfeinhalb Jahre bekam.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sachliche Informationen über Gerichtsverfahren und strafrechtliche Verurteilungen im Zusammenhang mit einem großen Infrastrukturversagen.





