Das Europäische Parlament genehmigte am 9. Juli 2025 Maßnahmen, die es Tech-Unternehmen erlauben würden, Online-Chats auf Material zum sexuellen Missbrauch von Kindern (CSAM) zu scannen, wodurch der Schutz der Privatsphäre der Nutzer verringert wird. Kritiker nennen dies "Chat-Kontrolle" und argumentieren, dass es eher einer Massenüberwachung als einer gezielten Verbrechensverhütung gleichkommt. Die Maßnahme beinhaltet eine vorübergehende Ausnahmeregelung von Datenschutzgesetzen, ähnlich einer, die im April 2025 abgelaufen ist. Große Tech-Unternehmen wie Google, Meta, Microsoft und Snap unterstützen die fortgesetzte Überwachung von CSAM. In einem offenen Brief, der von über 800 Experten unterzeichnet wurde, wird jedoch gewarnt, dass die Erkennung von CSAM in großem Umfang aufgrund von Genauigkeitsproblemen unpraktisch ist. Es gibt auch Bedenken darüber, wie die Strafverfolgungsbehörden mit gemeldeten Daten umgehen, wobei Beweise vorliegen, dass einige Behörden Dateien unnötig aufbewahren.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel beschreibt den EU-Vorschlag als eine Form der "Massenüberwachung" und hebt die Kritik linksgerichteter Gruppen und Experten hervor, die die Durchführbarkeit und die mögliche Überschreitung des Vorschlags in Frage stellen.





