Benčić forderte die Koalitionspartner der Kroatischen Demokratischen Union (HDZ) auf, die Führung von Premierminister Andrej Plenković nach der illegalen Entsorgung von gefährlichen Abfällen in Gospić in Frage zu stellen. In einer feurigen Botschaft, die auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht wurde, beschuldigte Benčić Plenković, die Verantwortung für die Umweltkatastrophe nicht zu übernehmen, und forderte sofortige Maßnahmen von seinen Verbündeten innerhalb der regierenden Koalition. Benčić behauptete, dass die Situation in Gospić einen kritischen Punkt erreicht habe und drängte Koalitionspartner wie die Heimatsbewegung, die Bürgerallianz der Kroaten und die Kroatische Volkspartei, ihr Engagement für Rechenschaftspflicht zu demonstrieren, anstatt nur HDZ zu unterstützen.
Sie argumentierte, dass die anhaltende Krise das Versagen der Regierung und ihrer Institutionen aufgedeckt habe, wobei die Folgen von zukünftigen Generationen zu spüren seien. Der Aufruf erfolgte, nachdem das Umwelt- und Energieministerium die Ergebnisse einer vom Militärgeodätischen Institut (USKOK) durchgeführten Expertenuntersuchung bekannt gegeben hatte.
Darüber hinaus wurden in Grundwasserproben, die flussabwärts von der Deponierung entnommen wurden, Perfluoroalkylstoffe (PFAS) nachgewiesen, deren Konzentrationen die sicheren Grenzen für den menschlichen Verzehr überschreiten. Benčić betonte, dass der aktuelle Moment entscheidende Maßnahmen erfordert und erklärte, dass die Koalitionspartner die Möglichkeit haben, entweder für ihre Bürger einzutreten oder weiterhin als unterwürfige Unterstützer der HDZ zu handeln.
In einer Erklärung beschrieb er den Vorfall als einen Wendepunkt und betonte, dass die Angelegenheit über die linke und rechte Politik hinausgeht und einen einheitlichen Ansatz zur Wahrung der Rechtsstaatlichkeit und zum Schutz nationaler Interessen erfordert. Dončić kritisierte die derzeitige Regierung für ihre Unfähigkeit, systemische Governance-Fragen anzugehen, wobei er auf häufige Ministerwechsel und den Mangel an politischer Rechenschaftspflicht hinwies.
Er forderte alle politischen Akteure auf, die Bemühungen zu unterstützen, Beamte zur Rechenschaft zu ziehen, und betonte, dass die Regierung bereit sein muss, Verantwortung für Handlungen zu übernehmen, die das Land betreffen.
Marko Vučetić, ein ehemaliger Abgeordneter und Philosoph, verurteilte in den sozialen Medien sowohl die Behörden als auch den Premierminister und beschuldigte sie, das eigene Interesse über das Wohlergehen der Kinder und der Nation zu priorisieren. Er wies leere Rhetorik über die Liebe zur Heimat zurück und forderte stattdessen Gerechtigkeit gegen die Verantwortlichen für Umweltschäden. Vučetić beschrieb den aktuellen Zustand der Gesellschaft mit starker Sprache und behauptete, dass es in Kroatien keine wahre elterliche Fürsorge gebe und dass Politiker, die schädliche Politiken zulassen, zur Rechenschaft gezogen werden sollten.
Seine Kommentare unterstreichen eine breitere Frustration unter Kritikern, die der Meinung sind, dass die Regierung es versäumt, schutzbedürftige Gruppen, insbesondere Kinder, zu schützen.
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