Die für heute geplante außerordentliche Sitzung des Parlamentarischen Umweltschutzkomitees in Gospić wurde wegen des katastrophalen Feuers in Omiš verschoben. Die Entscheidung wurde in den sozialen Medien von der Initiative "Gospić ist unser Zuhause" bekannt gegeben, die den Grund für die Verzögerung mitgeteilt hat.
Die Verzögerung folgt auf eine Reihe von Protesten in Gospić, bei denen die Bewohner Alarm wegen der Umweltauswirkungen illegaler Abfallentsorgung ausgelöst haben. Seit fast zwei Jahren dokumentieren lokale Aktivisten und Journalisten das Vorhandensein von giftigen Abfällen, einschließlich Schwermetallen und persistenten Chemikalien, in der Gegend.
Berichte zeigen, dass die Abfälle, die von Industrieanlagen in Europa stammen, illegal nach Kroatien importiert wurden, wobei häufig die regulatorischen Kontrollen umgangen wurden. Dies hat Fragen zur Rolle der Regierungsbehörden bei der Verhinderung solcher Importe aufgeworfen.
Sie beschrieb die Situation als eine systematische Vernachlässigung und stellte fest, dass Abfälle jahrelang den Elementen ausgesetzt bleiben und Luft, Wasser und Boden kontaminieren. Ihre Kommentare richteten sich sowohl an politische Führer als auch an die Öffentlichkeit und forderten sie auf, die Schwere des Problems zu erkennen. Sie betonte, dass das Problem über Gospić hinausgeht und das gesamte Land betrifft.
Sie forderte Transparenz und schlug vor, dass die Security Intelligence Agency Behauptungen untersuchen sollte, die unter den Bürgern über die Herkunft der Abfälle zirkulieren. Ihre Bemerkungen waren scharf und deuteten auf eine zunehmende Kluft zwischen der Regierung und den betroffenen Gemeinden hin. Sie schloss mit der direkten Beteiligung von Premierminister Plenković und fragte, ob er die sich in seinem Land abspielende ökologische Katastrophe weiterhin ignorieren würde.
Die Abfälle umfassen Chlor, Schwermetalle und langlebige Chemikalien, die alle ernsthafte Gesundheitsrisiken darstellen. Der Ort, einst ein ehemaliges Industriewerk namens "Velebit", bleibt trotz wiederholter Schließungsanforderungen offen und zugänglich. Aktivisten behaupten, dass sich der Abfall seit Jahren ansammelt, ohne dass sichtbare Anstrengungen unternommen wurden, ihn einzudämmen oder zu entfernen. Sie argumentieren, dass die Regierung nicht gehandelt hat und die Gemeinschaft die Folgen zu tragen hat.
Einige Bewohner haben ihre Wut über die von der Regierung wahrgenommene Gleichgültigkeit geäußert, während andere weiterhin hoffen, dass die bevorstehende Parlamentssitzung endlich Veränderungen bringen könnte. Viele befürchten jedoch, dass das Treffen als Plattform für politische Manöver statt für sinnvolle Reformen genutzt wird. Aktivisten warnen, dass sich die Kontamination von Land, Wasser und Luft ohne entschlossene Maßnahmen weiter verschlimmern wird und die Gesundheit und Zukunft der Region bedroht.
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