Sieben Bewohner aus dem Gebiet Gospić, die in der Nähe einer Abfallentsorgungsstätte leben, wurden in Brüssel Blutuntersuchungen unterzogen, um das Vorhandensein von PFAS-Chemikalien aufzudecken, so Gordan Bosanac, Mitglied des Europäischen Parlaments der Partei Možemo!. Die Tests fanden im Juni statt, bevor der Fall breitere öffentliche Aufmerksamkeit erhielt. Bosanac betonte die Bedeutung der Bekämpfung von PFAS-Stoffen, die in zahlreichen Industrie- und Verbraucherprodukten verwendet werden, und hob die laufenden Bemühungen innerhalb der Europäischen Union hervor, ihre Verwendung strenger zu regulieren. Die Ergebnisse dieser Tests werden Ende August oder Anfang September erwartet.
Das Thema hat die Aufmerksamkeit über die nationalen Grenzen hinaus auf sich gezogen, wobei Bosanac feststellte, dass die Situation in Gospić die Institutionen der Europäischen Union erreicht hat, vor allem aufgrund der Aktionen der lokalen Bürger.
Der Ausschuss des Europäischen Parlaments wird am Freitag in Gospić zusammentreten, um über die mit der illegalen Abfallentsorgung verbundenen Umwelt- und Gesundheitsrisiken und möglichen rechtlichen Folgen zu diskutieren.
Auf der Tagesordnung stehen Informationen über die bisher ergriffenen Maßnahmen, die Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit, die geplante Art der Sanierung sowie der erforderliche zeitliche und finanzielle Rahmen.Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Vorschlag für eine öffentliche Anhörung unter Beteiligung der für Umweltschutz und Gesundheitswesen zuständigen Minister sowie Vertreter der staatlichen Inspektion und der lokalen Behörden.
Die Situation in Gospić hat eine breitere politische Debatte ausgelöst, wobei die Oppositionspartei Most eine außerordentliche Sitzung des kroatischen Parlaments fordert, um die Verantwortung der Regierung in Bezug auf die illegale Mülldeponie zu berücksichtigen.
Die Ministerin für Umweltschutz und grüne Transition, Marija Vučković, äußerte sich zu den Bedenken, die während der Berichterstattung in den Medien geäußert wurden, und erklärte, dass die Untersuchung der illegalen Mülldeponie gründlich durchgeführt wurde und dass das Ministerium nicht an der Erteilung von Genehmigungen für solche Aktivitäten beteiligt war. Sie betonte, dass der Sanierungsprozess komplex war und umfangreiche Analysen und Planungen erforderte, und dass die Regierung sich verpflichtet hatte, das Problem so schnell wie möglich zu lösen.
Er erklärte, dass die Situation vielfältig und langjährig sei, die umfassende Daten und die Einhaltung rechtlicher Verfahren erforderte. Der Fonds habe mehrere Sanierungsphasen eingeleitet, beginnend mit der Entfernung gefährlicher Abfälle und fortgesetzt mit der komplexeren Aufgabe des Umgangs mit vergrabenen Abfällen. Balen versicherte, dass alle Prozesse professionell und im Einklang mit dem Gesetz durchgeführt werden, wobei auch bei Bedarf beschleunigte Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Der Fall in Gospić wirft breitere Fragen über die Abfallwirtschaft und den Umweltschutz in ganz Kroatien auf und unterstreicht die Notwendigkeit verbesserter Rechtsvorschriften und Überwachungsmechanismen.
Da die Untersuchungen fortgesetzt und der politische Diskurs intensiviert werden, werden die Ergebnisse der kommenden Sitzungen und die Wirksamkeit der Sanierungsbemühungen weiterhin genau unter die Lupe genommen.
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