In Nepal und China arbeiteten Rettungskräfte am Freitag unermüdlich daran, Überlebende aus dicken Schlammschichten und Trümmern zu holen, als die Zahl der Todesopfer durch die katastrophalen Fluten entlang der Nepal-China-Grenze stark anstieg. Laut der Katastrophenbewältigungsbehörde des Landes sind in Nepal mindestens 579 Menschen gestorben, obwohl die Polizei die Zahl später auf 553 revidierte. Auf der chinesischen Seite wurden sieben Todesopfer bestätigt, wobei Berichte darauf hindeuten, dass Hunderte von Menschen vermisst bleiben. Unter den Vermissten befinden sich Personen aus mehr als 30 Ländern, darunter zahlreiche Ausländer, die in der Region für Tourismus, religiöse Pilgerreisen oder arbeitsbezogene Zwecke angekommen waren.
Die Überschwemmungen begannen nach einem plötzlichen Gletscherzusammenbruch im Himalaya, der eine Flut von Wasser und Schlamm auslöste, die durch Flusstäler strömte und Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze vernichtete. Rettungseinsätze wurden intensiviert, wobei Teams Hubschrauber, Drohnen und sogar Rappeltechniken einsetzten, um abgelegene und schwer beschädigte Gebiete zu erreichen. Eine solche Operation fand an einem stark betroffenen Kontrollpunkt auf der chinesischen Seite statt, wo Rettungskräfte von Berghängen abstiegen, um inmitten der Trümmer nach Überlebenden zu suchen.
Das nepalese Militär wurde eingesetzt, um bei den Rettungsaktionen zu helfen, insbesondere im Distrikt Nuwakot, einer der am stärksten betroffenen Regionen. Soldaten arbeiten daran, mehr als 100 Menschen zu befreien, von denen angenommen wird, dass sie in einem Tunnel in einem Wasserkraftwerk gefangen sind. Die Aufgabe erwies sich jedoch als äußerst schwierig, da die Stelle von der dicken Schlammschicht überschwemmt wurde. In der Zwischenzeit wurden Tausende von Rettungskräften in der Katastrophengebiet mobilisiert, wobei einige die betroffenen Gebiete zu Fuß, mit Floß oder mit Drohnen erreichten.
Dieser See, der etwa 10 Kilometer vom Grenzübergang Gyirong Port entfernt liegt, liegt auf einer Höhe von 2.950 Metern. Die Bedenken wuchsen, als die Beamten Berichte erhielten, dass ein Damm auf der tibetischen Seite geplatzt war, was zu Notfallwarnungen für Sicherheitspersonal und Hilfskräfte führte, um sich auf mögliche zusätzliche Wasser- und Trümmerwellen vorzubereiten. Obwohl die Überwachungsdaten des chinesischen Wasserministeriums zeigten, dass der Wasserstand des Sees signifikant gesunken war und um 10 Meter von seinem Höchststand gesunken war, bleibt die Gefahr weiterer Überschwemmungen eine dringende Sorge.
In Richmond, Virginia, beschrieb Mukti Patel, deren Vater, Schwester und zwei weitere Verwandte zu den Vermissten gehören, die emotionale Belastung des Wartens. Ihre Familie hatte an einer von der Himalaya Glacier Adventure and Travel Company organisierten Führung teilgenommen, bei der alle 40 Gäste und sieben Mitarbeiter bei der Katastrophe ums Leben kamen.
Auf der chinesischen Seite werden 554 Menschen als vermisst gemeldet, von denen viele nicht ansässig sind. Während die Suche nach Überlebenden andauert, liegt der Schwerpunkt auf der Verhinderung weiterer Todesopfer und der Gewährleistung der Sicherheit derjenigen, die noch in Gefahr sind.
Die Widerstandsfähigkeit der Rettungsteams und die Entschlossenheit der Familien, die nach Antworten suchen, unterstreichen die Schwere der anhaltenden humanitären Herausforderung.
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