Nach Angaben der chinesischen Staatsmedien sind in Nepal die offiziellen Todesopfer auf 579 gestiegen, während in Tibet sieben Todesopfer gemeldet wurden. Rettungsaktionen laufen, aber Herausforderungen wie beschädigte Infrastruktur und die Gefahr von sekundären Überschwemmungen erschweren die Bemühungen.
Die Überschwemmungen begannen am Mittwoch, als eine riesige Wassermauer die Bhotekoshi- und Trishuli-Flüsse hinunterflog und Fahrzeuge, Häuser und Menschen, die sich in ihrem Weg befanden, wegfegte. Überlebende beschrieben das Chaos als überwältigend, wobei einige Aufnahmen der Flut erzählten, wie sie ihre Umgebung in Sekunden verschlang. Ein Zeuge, Sivaranjani Muthunathan, erinnerte sich an den Moment, in dem ihr Bus in einem scheinbar Verkehrsstau steckte, nur um eine plötzliche Flut von Wasser und Schlamm zu bekommen, die das Fahrzeug wegfegte.
Die chinesischen Behörden haben bestätigt, dass 555 gestrandete Touristen und 499 chinesische Einwohner aus den betroffenen Gebieten evakuiert wurden.
In Nepal hat sich der Fokus auf die Rettung der verbliebenen Überlebenden und die Aufklärung der Vermissten verlagert. Die Katastrophenschutzbehörde des Landes berichtete, dass 977 Menschen noch vermisst werden, wobei 3.253 Personen durch einen Hubschrauber gerettet wurden. Krankenhäuser in Kathmandu und den umliegenden Distrikten haben über 150 verletzte Patienten aufgenommen, von denen viele dringend medizinische Hilfe benötigen. Trotz dieser Bemühungen hat das Ausmaß der Katastrophe die lokalen Ressourcen überfordert, was internationale Hilfe und Koordination erfordert. Die Auswirkungen auf internationale Reisende waren tiefgreifend, wobei mehrere Nationalitäten unter den Vermissten vertreten sind.
In Großbritannien sind 33 britische Staatsbürger vermisst, darunter ein 13-jähriges Mädchen und ein 14-jähriger Junge. Die Familien der Vermissten sind nach Nepal gereist, in der Hoffnung, bei den Suchanstrengungen zu helfen und Klarheit über den Status ihrer Angehörigen zu gewinnen. Neetu Goyal Tiwari, 51, deren Bruder Naresh Goyal die Behörden erreicht hat, reiste mit einer Gruppe der Isha Foundation auf einer Pilgerfahrt zum Mount Kailash. Ihre Familie äußerte tiefe Besorgnis und Verzweiflung, während sie auf Nachrichten über ihr Schicksal warten. Australien ist ebenfalls erheblich betroffen, wobei 39 Bürger vermisst gemeldet wurden.
Unter ihnen ist Karan Bhardwaj, ein Mitglied der Royal Australian Air Force, dessen Familie auf seine sichere Rückkehr hofft. Andere Nationen, darunter Malaysia, die Ukraine und Japan, haben auch vermisste Bürger gemeldet, was die globale Natur der Katastrophe unterstreicht. Die australische Regierung hat Unterstützung zugesagt, wobei Beamte eng mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten, um die noch vermissten Personen zu lokalisieren und zu unterstützen.
In der Zwischenzeit hat das Nepalese Rote Kreuz berichtet, dass mindestens 93.000 Menschen dringend Hilfe benötigen, was das große Ausmaß der bevorstehenden humanitären Herausforderung unterstreicht.
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