Marijana Puljak, Mitglied des kroatischen Parlaments und Vertreterin der Demokratischen Union Kroatiens (HDZ), hat die Regierung und die lokalen Behörden wegen ihrer Entscheidung, das Frühwarn- und Krisenmanagementsystem (SRUUK) bei einem großen Brand in der Nähe von Omis letzte Woche nicht zu aktivieren, scharf kritisiert.
Puljak äußerte ihre Empörung durch eine detaillierte öffentliche Erklärung und betonte, dass die Nichtaktivierung des Systems nicht auf technische Einschränkungen zurückzuführen sei, sondern auf eine bewusste Entscheidung von Premierminister Andrej Plenković und Split-Dalmatian County Bürgermeister Blaženka Boban. Sie zitierte ihre Erklärungen als alarmierend: Plenković behauptete, dass sich das Feuer zu schnell ausbreitete und nachts auftrat, was darauf hindeutet, dass die Bewohner die Flammen bereits bemerkt hätten und sich entsprechend organisiert hätten. Boban fügte hinzu, dass die Ausgabe eines Alarms möglicherweise Panik verursacht und die einzige verfügbare Straße blockiert hätte, was er als den wahren Grund für das Schweigen ansah.
Sie wies darauf hin, dass die primäre Funktion des SRUUK-Systems nicht nur darin besteht, die Menschen darüber zu informieren, dass es ein Feuer gibt, etwas, das sie mit eigenen Augen sehen können, sondern sie in kritischen Zeiten wie in der Nacht zu wecken und sie mit spezifischen Maßnahmen zu orientieren, einschließlich der Frage, wohin sie gehen und was sie tun sollen. Sie hob hervor, dass das Fehlen einer sicheren Fluchtroute, insbesondere der unvollendeten Autobahn, die Split mit Omis verbindet, ein Faktor für die Krise war.
Puljak erzählte eine persönliche Erinnerung an einen früheren Brand, der ihre Familie betraf, und beschrieb, wie ihre Schwester auf einem Dock gestrandet war, während sie ihr Haus brennen sah, ohne eine andere Möglichkeit zu haben, als ins Meer zu springen. Sie zog eine Parallele zwischen dieser Erfahrung und der gegenwärtigen Situation und schlug vor, dass die Untätigkeit der Regierung die Menschen wieder anfällig machte.
Bei Waldbränden liegt die Entscheidung, eine Warnung auszusenden, bei dem Chefbrandschutzbeauftragten der Republik Kroatien. Laut Berichten wurde das System jedoch während des Vorfalls nicht aktiviert, was Fragen aufwirft, warum die Warnung nicht ausgegeben wurde. Das Innenministerium wurde von der Medienagentur 24sata gefragt, warum das SRUUK-System während des Feuers nicht aktiviert wurde, aber zum Zeitpunkt der Berichterstattung musste noch eine offizielle Antwort veröffentlicht werden.
Puljak forderte dringende Maßnahmen und erklärte, dass das Land kein stilles System braucht, das Verkehrsstaus vermeidet. Stattdessen betonte sie die Notwendigkeit eines Systems, das aktiv Leben rettet, und die Bedeutung der Fertigstellung der Split-Omis-Autobahn, um den Bewohnern im Falle zukünftiger Katastrophen einen sicheren Fluchtweg zu bieten. Ihre Botschaft war klar: Die Regierung muss die Verantwortung für die Sicherstellung sowohl effektiver Warnsysteme als auch der wesentlichen Infrastruktur übernehmen, um die Bürger vor Schaden zu schützen.
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