Als Reaktion auf die Kritik der kroatischen Parlamentarierin Marijana Puljak bezüglich des Umgangs mit dem Feuer in Omis gab der Gouverneur des Kreises Split-Dalmatien Blaženko Boban eine detaillierte Widerlegung heraus. Puljak hatte Boban zum Rücktritt aufgerufen, unter Berufung auf das Scheitern der Notfallverfahren während des Vorfalls. In seiner Antwort beschuldigte Boban sie, alte Muster zu wiederholen, was er als lešinarenje nad nesrećom (die Ausnutzung der Tragödie für politischen Gewinn) beschrieb, und stellte die Glaubwürdigkeit ihrer Behauptungen in Frage.
Laut Puljak verhinderte dieses System Panik, sorgte für geordnete Bewegung und vermied Verkehrsstaus. Sie betonte, dass das System seinen Zweck erfüllte, Leben zu retten, da es über acht Millionen Euro gekostet hatte. Boban's vollständige Erklärung skizziert seine Meinungsverschiedenheit mit der Einschätzung von Puljak. Er wies darauf hin, dass die Entscheidung, SRUUK zu aktivieren, nicht beim Bezirksgouverneur liegt, sondern bei spezialisierten operativen Diensten, die auf Feldbewertungen basieren. Er kritisierte Puljak, weil sie nach der Tat unerwünschte Ratschläge gab, was darauf hindeutet, dass sie kein Wissen aus erster Hand über die Situation hatte.
Boban argumentierte, dass es zwar leicht ist, Weisheit aus sicherer Entfernung anzubieten, aber Entscheidungen unter Druck während einer Krise zu treffen, ist viel komplexer und birgt größere Risiken. Er stellte weiter fest, dass während des Feuers Beamte aktiv an der Feuerwehr, der Rettung von Menschen und der Verwaltung kritischer Entscheidungen beteiligt waren. Puljak beteiligte sich jedoch nicht an diesen Bemühungen. Boban erklärte, dass es weder während noch nach dem Vorfall Spuren ihrer Beteiligung gab. Er betonte, dass es für sie unangemessen gewesen wäre, anderen Vorträge darüber zu halten, wie die Dinge hätten gehandhabt werden sollen, insbesondere angesichts der Schwere der Umstände.
Boban dankte allen, die am Tatort arbeiteten, insbesondere den Feuerwehrleuten, den Notfallhelfern und den Journalisten. Er würdigte ihren Mut und ihr Engagement und betonte, dass sie Respekt und Anerkennung verdienten, nicht Kritik von denen, die nicht anwesend waren. Er schloss mit der Bekräftigung seiner Unterstützung für die von dem Feuer Betroffenen und dem Ausdruck der Hoffnung auf ihre Genesung. Der Austausch unterstreicht eine wachsende Spannung zwischen lokalen Behörden und Parlamentariern, insbesondere in Bezug auf Fragen der Rechenschaftspflicht und der öffentlichen Sicherheit.
Seine Antwort spiegelt eine breitere Debatte innerhalb Kroatiens über die Rolle der Politiker bei der Bewertung von Notfallmaßnahmen wider und ob solche Bewertungen eher Experten als öffentlichen Persönlichkeiten überlassen werden sollten. Die öffentliche Reaktion auf den Streit war gemischt. Einige Unterstützer von Boban argumentieren, dass seine Antwort notwendig war, um die Integrität von Notfalloperationen zu verteidigen. Andere glauben, dass Puljaks Kritik, obwohl umstritten, legitime Bedenken hinsichtlich Transparenz und Bereitschaft widerspiegelt.
Während die Diskussion weitergeht, bleibt unklar, ob die Angelegenheit zu einer formellen Disziplinarmaßnahmen gegen Puljak oder einer weiteren öffentlichen Kontrolle der Notfallprotokolle führen wird.
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