Forscher haben entdeckt, dass Hunde zwischen Angst und Traurigkeit in menschlichen Gesichtsausdrücken unterscheiden können, so eine neue Studie, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift iScience veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hunde ein Gefühlserkennungsniveau besitzen, von dem bisher angenommen wurde, dass es ausschließlich für Menschen und einige andere Tiere gilt. Diese Fähigkeit wurde durch fortschrittliche Bildgebungstechniken des Gehirns beobachtet, die aufdecken, wie Hunde komplexe menschliche Emotionen verarbeiten.
Im zweiten Teil der Studie wurden zwölf zusätzlichen Hunden Fotos gezeigt, die vier verschiedene menschliche Emotionen darstellen: Glück, Traurigkeit, Angst und Wut. Mit Hilfe von Algorithmen für maschinelles Lernen analysierten die Forscher Muster der Gehirnaktivität, um festzustellen, ob Hunde zwischen diesen emotionalen Zuständen unterscheiden konnten.
Die Ergebnisse zeigten, dass Hunde glückliche Gesichter deutlich von den drei negativen Ausdrücken unterscheiden konnten. Darüber hinaus waren sie in der Lage, ängstliche Gesichter von traurigen und wütenden zu unterscheiden. Sie hatten jedoch Schwierigkeiten, zwischen Wut und Traurigkeit mit der gleichen Klarheit zu unterscheiden. Laura Cuaya, Forscherin an der Universität Wien und Hauptautorin der Studie, erklärte, dass dies der erste Beweis dafür ist, dass Hundehirne menschliche Emotionen erkennen können, die eine gemeinsame negative Valenz haben. Sie betonte, dass Hunde diese emotionalen Hinweise erkennen können, sie aber nicht auf die gleiche Weise wie Menschen erfahren.
" Die Studie hebt die langjährige Beziehung zwischen Menschen und Hunden hervor und legt nahe, dass Tausende von Jahren des Zusammenlebens die Fähigkeit von Hunden zur Interpretation menschlicher Signale geprägt haben. Im Gegensatz zu Primaten, deren Ähnlichkeiten mit Menschen aus gemeinsamen evolutionären Vorfahren stammen, entwickelten sich Hunde neben Menschen und entwickelten verbesserte soziale Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichten, die menschliche Kommunikation besser zu verstehen. Laut Cuaya entwickelten sich Hunde mit Menschen, um unsere Ausdrücke zu verstehen und effektiver zusammenzuarbeiten. Hunde verlassen sich auf eine Kombination von visuellen, auditiven und sogar olfaktorischen Hinweisen, um menschliche Emotionen zu messen.
Während sich die Studie auf Mimik konzentrierte, wurde anerkannt, dass Hunde in realen Situationen Informationen aus mehreren Quellen sammeln, einschließlich Körpersprache, Stimmton und Geruch. Dieser umfassende Ansatz ermöglicht es ihnen, angemessen auf ihre Umgebung zu reagieren und sinnvoller mit ihren menschlichen Begleitern zu interagieren. Diese Entdeckung ergänzt eine wachsende Zahl von Beweisen, die die Idee unterstützen, dass Hunde emotional viel besser eingestellt sind, als bisher angenommen wurde. Es stärkt die Vorstellung, dass Hunde subtile Veränderungen im menschlichen Verhalten erkennen und entsprechend reagieren können.
Diese Forschung trägt zu einem tieferen Verständnis der komplexen Bindung zwischen Menschen und ihren Hunde-Gegenstücken bei.
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