Björn Höcke, Vorsitzender der AfD-Fraktion in Thüringen, scheiterte in seinem Versuch, CDU-Ministerpräsident Mario Voigt durch ein Misstrauensvotum im Landesparlament zu stürzen. Der Antrag war erfolglos und markierte damit den zweiten solchen Versuch der AfD in diesem Jahr. Der Hauptgrund war Voigts widerrufener Doktorgrad und sein gescheiterter Berufung gegen ihn an der Technischen Universität Chemnitz. Bei der geheimen Abstimmung erhielt Höcke 33 Stimmen, nur einen mehr als die Zahl der von der AfD-Fraktion gehaltenen Sitze, während 49 Mitglieder gegen ihn stimmten und drei sich der Stimme enthalten haben. Voigt lehnte den Antrag ab und nannte ihn eine Stärkung seiner Position. Die regierende Koalition aus CDU, BSW und SPD beschuldigte Höcke, extremistische Ansichten zu fördern und ein politisches Spektakel vor der bevorstehenden Wahl in Sachsen-Anhalt zu inszenieren.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert das Ereignis sachlich und beschreibt sowohl die Handlungen der AfD als auch die Reaktionen der Regierungskoalition.




