Als Reaktion darauf kündigte Starlink, der Satelliten-Internet-Dienstleister von SpaceX, an, den betroffenen Gebieten einen Monat lang kostenlosen Internetzugang zu bieten. Die Initiative zielt darauf ab, sowohl die Bewohner als auch die Notfallhelfer bei der Aufrechterhaltung der Kommunikation während der Krise zu unterstützen. Starlink erklärte, dass bestehende Kunden automatisch den Vorteil erhalten, während frühere Benutzer ihre Konten kostenlos reaktivieren können. Neue Benutzer in betroffenen Gebieten, die Starlink-Ausrüstung kaufen, werden sich auch bis zum 12. September für den kostenlosen Service qualifizieren.
Darüber hinaus können Personen, deren Geräte durch das Erdbeben beschädigt wurden, kostenlose Ersatzgeräte über den Kundensupport anfordern. Das Erdbeben veranlasste die Behörden zu sofortigen Maßnahmen, wobei die Konnektivität eine wichtige Priorität war. Das Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologien (MinTIC) unter der neuen Ministerin Alexandra Falla erließ Richtlinien an Telekommunikationsbetreiber, um unterbrechungsfreie Kommunikationsdienste in Katastrophengebieten zu gewährleisten. Durch das Rundschreiben 0028 forderte die Regierung die Betreiber auf, Notfallkommunikation zu priorisieren und sicherzustellen, dass die Netzwerke für Rettungseinsätze und Koordinierungszwecke zugänglich bleiben.
Dazu gehört, dass Notfalllinien wie 123 kostenlos zur Verfügung gestellt werden, auch für Benutzer ohne Kredit oder gesperrte Dienste. Notfallkommunikationskanäle wurden erweitert, um Textnachrichten und Apps als Alternativen bei Netzwerküberlastung einzuschließen. Mobilfunkbetreiber haben auch kostenlose Anrufe für betroffene Bürger und Notfallpersonal eingeführt, um den Kontakt zwischen Gemeinden und Einsatzbehörden zu erleichtern. Um die Konnektivität weiter zu verbessern, untersucht MinTIC vorübergehende Lösungen mit Satellitentechnologie. Die National Spectrum Agency arbeitet daran, ungenutzte Frequenzbänder zuzuweisen, um komplementäre Verbindungen zwischen terrestrischen und Satellitennetzen zu ermöglichen.
Dieser Ansatz, der als Direct to Device bekannt ist, ermöglicht es kompatiblen Mobiltelefonen, direkt über Satelliten zu kommunizieren und die herkömmliche Mobilfunkinfrastruktur zu umgehen. Um potenzielle Deckungslücken zu beheben, wurde der Kommission für die Kommunikationsverordnung die Befugnis erteilt, vorläufige Bedingungen zu schaffen, die es verschiedenen Betreibern ermöglichen, funktionierende Infrastruktur in betroffenen Gebieten zu teilen. Diese Maßnahme stellt sicher, dass Gemeinden, die auf diese Netzwerke angewiesen sind, trotz teilweiser Störungen der lokalen Infrastruktur den Kontakt mit Behörden und Hilfsorganisationen aufrechterhalten können.
Über konventionelle Netzwerke hinaus hat MinTIC auch Amateurfunkbetreiber und Bürgerbandfunknutzer um Hilfe gebeten, um die Kommunikationsfähigkeiten während des Notfalls zu stärken. Starlinks Beteiligung unterstreicht die wachsende Rolle privater Unternehmen bei der Katastrophenhilfe. Das Unternehmen erklärte, wie sein kostenloser Service funktioniert, und betonte, dass aktuelle Benutzer keine Maßnahmen ergreifen müssen, während diejenigen, die zuvor ihre Abonnements storniert hatten, den Service leicht wiederherstellen können. Neue Benutzer müssen sich nach dem Kauf eines Starlink-Geräts an den Kundendienst wenden, um das kostenlose Abonnement zu aktivieren.
Die Einrichtung des Dienstes beinhaltet das Herunterladen der Starlink-Anwendung, das Finden eines offenen Bereichs mit klarer Himmelsicht, das Anschließen des Geräts an Strom und die Verwendung von Ausrichtungswerkzeugen, um es für eine optimale Leistung korrekt zu positionieren. Die Behörden überwachen die Situation weiterhin genau, mit laufenden Bewertungen von Infrastrukturschäden und Kommunikationsbedürfnissen.
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