Eine neue Studie legt nahe, dass das Epstein-Barr-Virus eine Rolle bei der Auslösung von Multipler Sklerose (MS), einer Autoimmunerkrankung, spielen kann. Forscher haben Beweise gefunden, die auf überaktive Immunzellen bei MS-Patienten hinweisen und Hoffnung auf neue Behandlungen bieten. Laut dem Neuroimmunologen Klemens Ruprecht waren fast alle MS-Patienten zuvor mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert, wie eine große US-Studie aus dem Jahr 2022 zeigt. Eine in Science Translational Medicine veröffentlichte Follow-up-Studie von Forschern der Harvard University untersuchte, wie Teile des Immunsystems auf das Epstein-Barr-Virus bei MS-Patienten reagieren. Die Studie konzentrierte sich auf T-Helferzellen, die das Immunsystem steuern, und stellte fest, dass die Immunantwort bei MS-Patienten im Vergleich zu gesunden Personen deutlich stärker ist.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel behandelt medizinische Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus und dessen möglichen Zusammenhang mit Multipler Sklerose.






