Die Stadt Wien hat das Vorhandensein von asbesthaltigem Gesteinsmaterial in mehreren Straßenabschnitten bestätigt und sofortige Maßnahmen ergriffen, um die betroffenen Gebiete abzusperren. Laut einer Erklärung der Abteilung 28 für Straßenmanagement und Straßenbau der Stadt haben unabhängige Laboruntersuchungen die von der Umwelt-NGO Greenpeace zunächst gemeldeten Ergebnisse bestätigt. Die Entdeckung erfolgte auf Straßen in Wien und Umgebung, an bestimmten Orten wie der Anton-Freunschlag-Gasse, der Bertégasse, der Wernergasse, der Stieglergasse in Wien-Liesing und der Rosenhügelstraße, die von Meidling durch Hietzing nach Liesing verläuft.
Die betroffenen Gebiete werden vorübergehend mit einer Asphaltschicht oder einer Schutzschicht versiegelt, um die Freisetzung von Asbestfasern zu verhindern. Diese Methode gilt laut dem Sprecher der Abteilung als der schnellste, sicherste und effektivste Weg, um sofortigen Schutz zu gewährleisten. Der Versiegelungsprozess soll bis Ende des Sommers abgeschlossen sein, obwohl die genauen Zeitpläne noch geprüft werden.
Die Bestätigung des Verdachts auf Kontamination erfolgte nach ersten Berichten von Greenpeace, die Asbest in Straßenoberflächen identifiziert hatten. Laboruntersuchungen, die von der Stadt durchgeführt wurden, haben diese Ergebnisse bestätigt. Beamte stellten jedoch fest, dass die aktuellen Beweise keine direkten Gesundheitsgefahren bestätigen. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der Verhinderung der Freisetzung von Asbestfasern in die Luft, die bei Inhalation ein Risiko darstellen könnten. Dr. Hans-Peter Hutter, Leiter der Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin an der Medizinischen Universität Wien, erklärte, dass davon abhängt, wie Asbestfasern in die Luft gelangen und inhaliert werden.
Er fügte hinzu, dass, wenn das Asbestmaterial fest in die Asphaltoberfläche eingebettet ist, die Wahrscheinlichkeit der Freisetzung von Fasern minimal ist. Trotzdem hat sich die Stadt für einen vorsichtigen Ansatz entschieden und Versiegelungsmaßnahmen ergriffen, um selbst geringfügige Risiken zu beseitigen. Die Entscheidung spiegelt ein Gleichgewicht zwischen öffentlicher Sicherheit und praktischen Überlegungen wider. Die Versiegelung der betroffenen Gebiete soll eine langfristige Lösung bieten, um sicherzustellen, dass der Asbest eingeschlossen und unzugänglich bleibt. Die Stadt arbeitet auch mit Experten zusammen, um langfristige Strategien für den Umgang mit solchen Fällen zu entwickeln, mit dem Ziel, klare Verfahren für den Umgang mit versiegelten Straßenoberflächen mit Asbest zu etablieren.
Neben der Versiegelung der bekannten betroffenen Gebiete hat die Stadt weitere Probenahme und Tests anderer potenziell problematischer Oberflächen eingeleitet. Diese Bemühungen sind Teil einer laufenden Initiative, um alle gemeldeten Anomalien auf öffentlichen Straßen systematisch zu bewerten.
Die Stadt arbeitet weiterhin eng mit Greenpeace und anderen relevanten Interessengruppen zusammen, um Bedenken zu lösen und ihre Reaktion zu verbessern. Während die Situation weiterhin aktiv untersucht wird, spiegeln die sofortigen Maßnahmen der Stadt eine Verpflichtung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und zur Einhaltung von Umweltstandards wider.
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