Der Artikel behandelt die von der serbischen Regierung geplante Staatsbegräbnis für Ratko Mladić, einen ehemaligen bosnisch-serbischen General, der während des Bosnienkriegs (19921991995) für Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt wurde. Trotz seiner Verurteilung bleibt Mladić eine gefeierte Persönlichkeit in Serbien und der Region Republika Srpska, wo historischer Revisionismus und Verherrlichung von Kriegsgräueltaten vorherrschen. Der serbische Justizminister Nenad Vujić kündigte die Organisation eines speziellen Fluges und einer Staatsbegräbnis für Mladić an und betonte den Respekt für seine "Rolle" trotz seiner Verbrechen. Der Artikel hebt den Kontrast zwischen der internationalen Verurteilung von Mladićs Handlungen und der lokalen Ehrfurcht vor ihm hervor und stellt fest, dass öffentliche Gedenkfeiern und Kundgebungen zugunsten von Mladić trotz des Ausmaßes an zivilen Opfern, für die er verantwortlich ist, fortgesetzt werden.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In dem Artikel wird die Entscheidung der serbischen Regierung, Mladić zu ehren, als Teil einer breiteren ideologischen Haltung dargestellt, die Kriegsfiguren verherrlicht und ihre Verbrechen herunterspielt.





