Der Online-Mode-Händler Shein hat Investoren bei seinem Börsendebüt in Hongkong enttäuscht, da seine Aktien heute um bis zu acht Prozent gefallen sind. Bedenken hinsichtlich neuer Zoll- und Steuervorschriften in den USA und Europa haben den Wettbewerbsvorteil des Unternehmens geschwächt und sein Direktverbrauchermodell des Verkaufs von billiger Kleidung untergraben. Analysten stellen fest, dass Shein trotz eines deutlichen Wertverlusts auf rund 24 Milliarden US-Dollar (etwa 21 Milliarden Euro) im Vergleich zu Konkurrenten wie Temu teurer bleibt. Das Unternehmen betrat auch im ersten Quartal eine Verlustzone. Als Reaktion darauf expandiert Shein, indem es seine Plattform als Marktplatz für andere Verkäufer öffnet und kürzlich Marken wie Everlane vom US-IPO in London erworben hat.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen ausgewogenen Überblick über die Herausforderungen von Shein, ohne offen eine politische Haltung zu bevorzugen.



