Laut dem Minister für Energie und Mineralressourcen, Bahlil Lahadalia, hat Indonesien begonnen, Öl aus Russland zu importieren, um seine Energiesicherheit zu verbessern. Der Minister bestätigte dies bei einer Pressekonferenz im Präsidentenpalast in Jakarta am Dienstag und betonte, dass die Initiative darauf abzielt, ausreichende inländische Versorgung zu gewährleisten und Engpässe zu vermeiden. Die Umsetzung des Deals ist bereits im Gange, wobei die indonesische Regierung die Importe direkt überwacht. Die erste Phase des Abkommens beinhaltet die Einfuhr eines Teils der 150 Millionen Barrel Öl, die Indonesien sich verpflichtet hat, von Russland zu kaufen.
Diese Einfuhren werden über Indonesiens Öl- und Gastestzentrum Lemigas verwaltet, das mit der Überwachung des Prozesses beauftragt ist, um die Lieferkette zu rationalisieren und die G2G-Beschaffung zu erleichtern. Diese Vereinbarung unterstreicht die zentrale Rolle des Staates bei der Verwaltung der Energieimporte und der Verringerung der Abhängigkeit von privaten Unternehmen. Die rechtliche Grundlage für diese Einfuhren wurde von Präsident Prabowo Subianto durch eine Verordnung von 2026 geschaffen, die die Beschaffung von Rohöl, Brennstoff und Flüssiggas zur Unterstützung der nationalen Energiesicherheit regelt.
Gemäß dieser Verordnung sind öffentliche Dienstleistungsagenturen im Energiesektor berechtigt, Öl und verwandte Produkte im Rahmen bilateraler Kooperationsvereinbarungen oder mit ausländischen Lieferanten zu importieren. Darüber hinaus gewährt die Verordnung der staatlichen Öl- und Gasgesellschaft Pertamina und verbundenen Agenturen Flexibilität, um Importe in Notfallsituationen durchzuführen, auch wenn die Preise je nach Faktoren wie Volumen, Produktspezifikationen, Herkunftsland und Lieferfristen variieren. Der Minister für Energie und Mineralressourcen hat die Befugnis, einen Notfall zu erklären, wodurch solche flexiblen Beschaffungsstrategien ermöglicht werden.
Parallel dazu wies Präsident Prabowo die Universitäten an, zur nationalen Energiesicherheit beizutragen, indem sie die B50- und B60-Biodiesel-Initiativen und die Ethanolentwicklung durch Forschung und Personalbildung unterstützen.
Die Regierung bereitet sich auch auf mögliche Störungen auf den globalen Energiemärkten vor, insbesondere angesichts der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten. Der koordinierende Minister für Infrastruktur und regionale Entwicklung, Agus Harimurti Yudhoyono, skizzierte die Strategie der Regierung, die die Förderung der Energiediversifizierung und die Durchsetzung des B50-Biodiesel-Mandats ab dem 1. Juli 2026 umfasst. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Abhängigkeit von importiertem Öl zu verringern und die Selbstversorgung im Energiesektor zu verbessern.
Die Regierung arbeitet auch daran, den Lebensmittelsektor vor der globalen Volatilität zu isolieren, wobei Yudhoyono erklärt, dass sein Ministerium nationale Prioritäten durch Infrastrukturentwicklung und verbesserte Konnektivität unterstützen wird. Dieser umfassende Ansatz spiegelt eine breitere Strategie zur Minderung der Risiken wider, die durch internationale Unsicherheiten entstehen.
Das B50-Programm, das eine Mischung von 50 Prozent Biodiesel in Transportbrennstoff vorschreibt, soll weiter ausgebaut werden und soll bis Oktober vollständig umgesetzt werden.
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