Die australische Polizei hat Vladimir Teslov, einen Russen mit doppelter australischer Staatsbürgerschaft, wegen angeblicher Versuche, ukrainische militärische Geheimdienste mit mutmaßlichen russischen Agenten zu teilen, angeklagt. Der 27-jährige Teslov erschien am Freitag vor Gericht in Brisbane.
Im Mai 2025 reiste er angeblich in die Ukraine und schloss sich den Streitkräften an, während der er auf Informationen über Militärpersonal, Einheiten und Standorte zugriff. Die AFP-Untersuchung mit dem Codenamen Operation Woodcreeper begann im Juni 2025.
Obwohl angenommen wurde, dass er in Victoria lebte, gab es keine Hinweise darauf, dass er eine militärische Ausbildung in Australien erhalten oder für eine Regierungsagentur gearbeitet hatte. AFP-Kommissarin Krissy Barrett stellte fest, dass die Untersuchung zwar komplex war, aber es keine Anzeichen dafür gab, dass Teslov eine direkte Bedrohung für Australien darstellte. Sie stellte auch klar, dass es keine bekannte Verbindung zwischen Teslov und einem separaten Fall gab, an dem ein russisch geborenes Paar, Kira und Igor Korolev, beteiligt waren, die im Jahr 2024 wegen Spionagevergehen angeklagt wurden.
Barrett betonte, dass die AFP mit nationalen und internationalen Partnern zusammengearbeitet habe, obwohl sie bemerkte, dass jede Strafverfolgung im Zusammenhang mit dem Vorfall unter die Gerichtsbarkeit der Ukraine fallen würde. Sie fügte hinzu, dass dies der achte Fall von Anklagen wegen ausländischer Einmischung in Australien sei, aber der erste, an dem jemand direkt mit Russland in Verbindung steht. Trotz der Allianz Australiens mit der Ukraine erklärte Barrett, dass Russland selbst nicht speziell von der AFP ins Visier genommen wurde.
Claire McGuinness, eine stellvertretende Generaldirektorin der australischen Sicherheits- und Geheimdienstorganisation (Asio), bekräftigte dieses Gefühl und erklärte, dass ausländische Einmischung eine Bedrohung für das Leben und die Lebensweise in Australien darstellt. Sie lobte die Bemühungen von Asio und nannte sie eine Demonstration des Engagements der Organisation zum Schutz der nationalen Souveränität.
Die Botschaft nutzt derzeit die verfügbaren Kanäle, um die Umstände des Falles zu untersuchen. In der Zwischenzeit führt die AFP ihre Untersuchung darüber fort, ob Teslov rekrutiert wurde oder seinen Dienst mutmaßlichen russischen Geheimdienstmitarbeitern freiwillig angeboten hat, wobei weitere Verhaftungen möglicherweise im Verlauf der Untersuchung erfolgen.
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