Die Europäische Kommission schlägt strengere Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet vor, darunter ein einheitliches Mindestalter für soziale Netzwerke und obligatorische Altersüberprüfungssysteme. Diese Vorschläge zielen darauf ab, ein digitales Altersüberprüfungssystem zu schaffen, das einem Mini-Wallet ähnelt und unabhängig von der EUDI-Wallet ist. Marielle Findorff, Expertin für Daten- und IT-Sicherheit im Consumer Center Bundesverband, diskutiert diese Pläne. Sie argumentiert, dass das Kernproblem in der Plattformgestaltung und unsicheren Standard-Einstellungen liegt und nicht im Alter selbst. Altersbeschränkungen gehen nicht auf dieses grundlegende Problem ein, da sie Minderjährige ausschließen würden, aber andere Benutzer den gleichen Risiken aussetzen. Stattdessen betont sie die Notwendigkeit, dass Plattformen sichere Designs wie sichere Standard-Einstellungen und Empfehlungsmechanismen demonstrieren. Sie kritisiert das Potenzial von Plattformen, Minderjährige einfach auszuschließen, ohne die notwendigen Änderungen vorzunehmen, was die Absicht der Empfehlungen untergraben könnte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel befasst sich zwar mit einer politisch belasteten EU-Politik im Zusammenhang mit dem Online-Kinderschutz, doch bleibt der Rahmen ausgewogen.




