KI treibt IT-Transformation an, doch Projekte scheitern oft
Künstliche Intelligenz (KI) wird als der Haupttreiber für die IT-Transformation unter Unternehmen identifiziert, so eine Studie von NTT DATA Business Solutions und Natuvion, die Anfang 2026 durchgeführt wurde. Die Umfrage, an der mehr als 1.100 Fachleute und Führungskräfte aus 15 Ländern teilnahmen, die in den letzten zwei Jahren an IT-Transformationen beteiligt waren, ergab, dass 60% der Befragten die Einführung moderner Technologien, insbesondere KI, als den zentralen Grund für ihre Transformationsprojekte nannten. Die Kostensenkung rangierte viel niedriger, auf dem fünften Platz. Die Umsetzung bleibt jedoch eine Herausforderung, wobei 82,2% der Unternehmen ihre Budgets überschreiten und 79,5% ihre Fristen verpassen. Die Studie hebt hervor, dass KI zwar den Druck auf Modernisierung erhöht, viele Unternehmen jedoch nicht ausreichend vorbereitet sind, insbesondere in Bezug auf Datenqualität, Governance und die Einhaltung von Vorschriften. Diese Faktoren werden oft unterschätzt, stellen jedoch erhebliche Herausforderungen für eine erfolgreiche KI-Integration dar.
Die Digitalministerin Karsten Wildberger hat einen umfassenden Plan zur Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) als Eckpfeiler der nationalen Modernisierung vorgelegt. Die Initiative, die am 10. August 2026 angekündigt wurde, zielt darauf ab, die Integration von KI-Technologien in der öffentlichen Verwaltung, der privaten Industrie und den lokalen Regierungen zu beschleunigen. Laut Berichten der Frankfurter Allgemeine (FAZ) markiert die Strategie einen mutigen Wandel in Deutschlands Ansatz zur Digitalisierung, der historisch hinter anderen Weltwirtschaften zurückgeblieben ist.
Der Plan umfasst ehrgeizige Maßnahmen zur Ausweitung der Einführung von KI, zur Verbesserung der Dateninfrastruktur und zur Straffung bürokratischer Prozesse, Schlüsselbereiche, in denen deutsche Institutionen lange Zeit Schwierigkeiten hatten, mit den technologischen Fortschritten Schritt zu halten. Der Druck auf eine KI-getriebene Transformation kommt unter zunehmendem Druck auf Unternehmen, ihre IT-Systeme zu modernisieren. Eine kürzlich von NTT DATA Business Solutions und Natuvion durchgeführte Studie mit mehr als 1.100 Fachleuten aus mehr als 15 Ländern ergab, dass 60 Prozent der Befragten die Einführung moderner Technologien, insbesondere KI, als zentral für die digitalen Transformationsbemühungen ihrer Unternehmen betrachteten.
Dies spiegelt einen breiteren Trend wider, bei dem KI zunehmend nicht nur als Werkzeug für Effizienz, sondern auch als Katalysator für systemische Veränderungen angesehen wird. Die Studie ergab jedoch auch erhebliche Herausforderungen. Mehr als 82 Prozent der teilnehmenden Organisationen haben ihre Budgets überschritten und fast 80 Prozent ihre Fristen verpasst. Diese Zahlen unterstreichen die Komplexität der Umsetzung groß angelegter KI-Projekte, auch bei Unternehmen mit guten Ressourcen. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie war, dass viele Unternehmen KI zwar als Mittel zur Verbesserung von Innovation und operativer Flexibilität sehen, ihnen jedoch oft die grundlegenden Strukturen fehlen, die für die Unterstützung solcher Ambitionen erforderlich sind.
Zum Beispiel erfordert ein effektiver Einsatz von KI Zugang zu hochwertigen, konsistenten Daten, klare Governance-Frameworks und eine nahtlose Integration mit bestehenden Systemen. Der Bericht stellte fest, dass selbst grundlegende KI-Anwendungen wie Chatbots oder Prozessautomatisierungswerkzeuge ein robustes Datenmanagement und eine funktionsübergreifende Koordination erfordern. Insbesondere sind agentenbasierte KI-Systeme, die mehrstufige Aufgaben ausführen und Aktionen innerhalb von Anwendungen auslösen, besonders anspruchsvoll und erfordern ein tiefes Verständnis sowohl technischer als auch organisatorischer Arbeitsabläufe. Trotz dieser Hürden bleiben die Erwartungen hoch.
Eine separate Studie von SAP und Oxford Economics ergab, dass deutsche Unternehmen einen durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von 24 Prozent aus KI-Initiativen im Jahr 2026 erwarten. Dennoch fühlten sich nur vier Prozent der befragten Unternehmen vollständig auf die Implementierung von KI-Agenten vorbereitet, ein starker Kontrast zur Begeisterung, die von Führungskräften ausgedrückt wurde. Diese Lücke unterstreicht die Notwendigkeit einer umfassenden Vorbereitung, einschließlich Verbesserungen der Datenqualität, der Einhaltung von Vorschriften und internen Governance-Strukturen.
Die neue Studie von NTT DATA und Natuvion scheint einen Einblick in diese Diskrepanz zu geben und auf ein "Paradoxon" bei der Einführung von KI hinzuweisen: Während KI Transformation vorantreibt, werden ihre Voraussetzungen, wie Datenintegrität und Governance, häufig übersehen oder unterschätzt.
Diese Herausforderungen können dazu führen, dass KI-Systeme scheinbar logische Ergebnisse basierend auf fehlerhaften oder unvollständigen Informationen generieren, was Vertrauen und Effektivität untergräbt. Darüber hinaus erschwert der Mangel an standardisierten Governance-Regeln die Entscheidungsfindung, insbesondere bei der Modellwahl, der Datenverwendung und der Rechenschaftspflicht für KI-Ergebnisse.
Der Erfolg dieses Plans hängt nicht nur vom technologischen Fortschritt ab, sondern auch von der Fähigkeit der Institutionen, ihre Prozesse, Politiken und Kulturen an die KI-getriebenen Veränderungen anzupassen.
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