ON
← Zurück zum Feed
Paartherapeuten skeptisch: Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben
Germany🏛️ PolitikMittevor 7 Tagen

Paartherapeuten skeptisch: Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben

Ein französischer Mathematikprofessor, Laurent Pujo-Menjouet, hat ein Buch veröffentlicht, in dem er versucht, die Dynamik von Beziehungen durch Differentialgleichungen zu modellieren. Seine Theorie besagt, dass die Stabilität einer Beziehung abhängig von Faktoren wie der Veränderungsrate des Liebesgefühls, dem Gewöhnungseffekt, zufälligen Ereignissen und der Reaktion auf diese Ereignisse wird. Ein bestimmter kritischer Schwellenwert (M) wird definiert, unter dem eine Beziehung zerbricht. Obwohl einige Wissenschaftler wie Professorin Rebecca Tyson das Konzept loben, betonen sie, dass menschliches Verhalten extrem komplex sei und keine mathematische Formel je vollständig erfassen könne. Psychologen wie Guy Bodenmann sind skeptisch und argumentieren, dass Liebe nicht einfach in Formeln erfasst werden kann.

Ein französischer Mathematiker behauptet, er habe eine Formel entdeckt, um die Liebe zu beschreiben, laut seinem neuen Buch, das sowohl auf Französisch als auch auf Englisch veröffentlicht wurde. Der Professor Laurent Pujo-Menjouet argumentiert, dass Beziehungen mit Hilfe von Differentialgleichungen modelliert werden können, die Einblicke in die Frage bieten, ob eine Beziehung bestehen oder enden wird.

Positive oder negative zufällige Ereignisse, wie Karrierefortschritte, finanzielle Schwierigkeiten oder Untreue, werden von g ((tk) erfasst. R ((t) misst, wie Partner auf diese Ereignisse reagieren, positive Handlungen wie Entschuldigungen oder Gesten der Zuneigung nach einem negativen Ereignis. Ein kritischer Schwellenwert, M, bestimmt, ob Gefühle unter einen Punkt fallen, an dem sie unweigerlich auf Null sinken, was zu einer Trennung führt. Pujo-Menjouet glaubt, dass die Mathematik bereits ihren Wert in Physik, Chemie und Biologie bewiesen hat, und es ist jetzt an der Zeit, ähnliche Werkzeuge auf die Psychologie anzuwenden.

Rebecca Tyson, Mathematikprofessorin an der kanadischen Universität British Columbia, erkennt das Potenzial solcher Modelle im Vorwort des Buches an. Sie warnt jedoch davor, dass das menschliche soziale Verhalten hochkomplex ist und wahrscheinlich nie vollständig von einem mathematischen Modell erfasst werden kann. Sie betont, dass der Ansatz zwar wertvolle Einsichten liefern könnte, aber nicht als vollständige Erklärung menschlicher Emotionen angesehen werden sollte.

Während psychologische Forschung heute viel Informationen darüber liefern kann, wie die meisten Paare ihre Liebe aufrechterhalten, stellt er fest, dass es unmöglich ist, individuelle Beziehungsbahnen genau vorherzusagen. "Keine mathematische Formel wird dies auch erreichen", sagt er. Bodenmann bietet ein Beispiel: Fast eine von vier Scheidungen trotz der Tatsache, dass das Paar mit ihrer Beziehung zufrieden ist. Dies deutet darauf hin, dass Trennungen von Faktoren außerhalb der Liebe beeinflusst werden, einschließlich verfügbarer Alternativen, spezifischer Kipppunkte oder Lebensereignisse.

Pauline Kleinschlömer, eine Forscherin am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Deutschland, hebt den breiteren Kontext von Beziehungen hervor. Sie stellt fest, dass die durchschnittliche Ehe 14 Jahre dauert, bevor sie in einer Scheidung endet. Diese Statistik unterstreicht die facettenreiche Natur von Beziehungen, die mehr als nur emotionale Verbindungen beinhalten. Faktoren wie wirtschaftliche Stabilität, persönliches Wachstum und äußerer Druck spielen alle eine Rolle bei der Bestimmung der Langlebigkeit einer Partnerschaft.

Sie argumentieren, dass die Verringerung der Liebe auf Zahlen die Tiefe und Nuancen der menschlichen Erfahrung übersieht. Während die Diskussionen weitergehen, steht das Feld der Beziehungswissenschaft vor der Herausforderung, die empirische Analyse mit der inhärenten Komplexität menschlicher Emotionen in Einklang zu bringen. Von Forschern wird erwartet, die Implikationen solcher Modelle weiter zu erforschen und zu untersuchen, wie sie bestehende psychologische Theorien ergänzen, anstatt sie zu ersetzen.

1 Berichte

Die Zeit logoDie ZeitUnabhängigMitteFaktentreue 95Objektivität 85vor 7 Tagen
Paartherapeuten skeptisch: Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben

Ein französischer Mathematikprofessor, Laurent Pujo-Menjouet, hat ein Buch veröffentlicht, in dem er versucht, die Dynamik von Beziehungen durch Differentialgleichungen zu modellieren. Seine Theorie besagt, dass die Stabilität einer Beziehung abhängig von Faktoren wie der Veränderungsrate des Liebesgefühls, dem Gewöhnungseffekt, zufälligen Ereignissen und der Reaktion auf diese Ereignisse wird. Ein bestimmter kritischer Schwellenwert (M) wird definiert, unter dem eine Beziehung zerbricht. Obwohl einige Wissenschaftler wie Professorin Rebecca Tyson das Konzept loben, betonen sie, dass menschliches Verhalten extrem komplex sei und keine mathematische Formel je vollständig erfassen könne. Psychologen wie Guy Bodenmann sind skeptisch und argumentieren, dass Liebe nicht einfach in Formeln erfasst werden kann.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Die Artikel behandeln ein theoretisches Konzept aus der Mathematik, das auf die Beziehungen zwischen Menschen angewandt wird. Es gibt keine klare politische Ausrichtung oder parteipolitische Positionierung. Die Berichterstattung bleibt neutral und präsentiert sowohl die mathematische Theorie als auch die

Warum Faktentreue (95): The article accurately reports that Professor Laurent Pujo-Menjouet has developed a mathematical model using differential equations to describe love and relationships. It mentions his book title and provides some details about the equation's components such as P'(t), E for erosion, and R(t). The inf

Warum Objektivität (85): The article presents the topic in a generally neutral tone, focusing on describing Pujo-Menjouet’s work without overtly favoring one perspective over another. However, it uses somewhat enthusiastic language like 'gewaltige Gleichung' (a massive equation) which slightly leans toward admiration rather

Wie jede Seite berichtete

Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

Wie jede Seite berichtete

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Weltweite Berichterstattung

Dasselbe Ereignis, wie es in anderen Ländern berichtet wurde.

Weltweite Berichterstattung

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Faktencheck

Zentrale faktische Aussagen und wie viele Quellen sie bestätigen bzw. bestreiten.

Faktencheck

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Halte die Nachrichten ehrlich.

ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.

Unterstützer werden

Ähnliche Themen