Minister Branko Bačić, zuständig für Raumordnung, Bau und Staatsbesitz, äußerte sich in einem Fernsehinterview mit HRT zu den Bedenken hinsichtlich illegaler Abfallentsorgungsstätten in Lici in der Nähe von Gospić in Kroatien. Er versicherte den Bürgern, dass die Wasserqualität in der Gegend getestet wurde und für den Verzehr geeignet befunden wurde, unter Berufung auf die jüngsten Ergebnisse des kroatischen Instituts für öffentliche Gesundheit (HZJZ). Der Minister bekräftigte, dass die Regierung die Wasserqualität weiterhin überwachen und ihre Sicherheit für die öffentliche Nutzung gewährleisten wird.
Bačić erklärte, dass alle relevanten Ministerien zur Bewältigung der Krise auf die höchste operative Ebene gehoben wurden. Er skizzierte drei Schlüsselprinzipien, die die Reaktion leiten: kontinuierliche Prüfung von Wasserproben an mehreren Standorten in Lici, um Zweifel an der Wasserqualität zu beseitigen, regelmäßige öffentliche Offenlegung der Testergebnisse, unabhängig von ihrem Ergebnis, und die sofortige Sanierung der Abfallstellen, um das Gebiet wiederherzustellen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, sowohl den Umweltschutz als auch die öffentliche Gesundheit zu gewährleisten. Trotz dieser Bemühungen bleiben lokale Beamte und Einwohner skeptisch.
Darko Milinović, Bürgermeister von Gospić, kritisierte die Regierung für Verzögerungen und mangelnde Maßnahmen und behauptete, dass seit der Identifizierung des Problems fast anderthalb Jahre vergangen seien, aber noch kein Abfall aus dem Gebiet entfernt worden sei. Er beschuldigte die Regierung, die Öffentlichkeit in die Irre geführt und keine entscheidenden Schritte unternommen zu haben.
Milinović argumentierte weiter, dass die derzeitigen rechtlichen Verfahren, einschließlich der öffentlichen Beschaffungsprozesse, unnötig verlängert worden seien. Er wies darauf hin, dass die anfängliche Ausschreibung für die Abfallbeseitigung am 27. Mai endete, und obwohl die Regierung unter außergewöhnlichen Umständen direkt zu Verhandlungen übergehen hätte können, haben sie stattdessen die Menge der zu behandelnden Abfälle angepasst, wodurch der Prozess verzögert wurde. Dies habe dem Vertrauen der Öffentlichkeit irreversiblen Schaden zugefügt und die notwendigen Maßnahmen verzögert.
Als Reaktion auf diese Kritik erklärte Bačić, dass die Regierung aktiv nach Lösungen außerhalb Kroatiens suche. Er enthüllte, dass das Ministerium für Raumplanung und der Fonds für Umweltschutz bereits mit europäischen Unternehmen begonnen haben, die in der Lage sind, gefährliche Abfälle zu behandeln. Das Ziel ist es, das am besten geeignete Unternehmen anhand von Kriterien wie der Geschwindigkeit der Abfallbeseitigung zu identifizieren. Die Regierung plant, diesen Prozess vor dem 25. August abzuschließen, wenn eine weitere Ausschreibung abgeschlossen sein soll.
Bačić räumte auch ein, dass Kroatien über keine ausreichenden Einrichtungen für die Entsorgung gefährlicher Abfälle in der Region verfügt. Infolgedessen werden die Abfälle ins Ausland transportiert, in Länder, in denen sich die verantwortlichen Unternehmen befinden. Er betonte, dass die Entscheidung auf der Vollständigkeit und dem Umfang der eingegangenen Vorschläge basieren wird, um sicherzustellen, dass die Abfälle so schnell wie möglich entfernt werden.
Die lokalen Beamten argumentieren, dass die Regierung nicht schnell gehandelt hat, während die nationalen Behörden darauf bestehen, dass sie den etablierten Protokollen folgen. Während sich die Situation weiter entwickelt, liegt der Fokus weiterhin darauf, eine Lösung zu finden, die die regulatorischen Anforderungen mit der Notwendigkeit eines schnellen Handelns zum Schutz der Umwelt und des Wohlergehens der Gemeinschaft in Einklang bringt.
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