Ein kroatischer Abgeordneter beschuldigte die Regierung, Bedingungen geschaffen zu haben, die Kroatien anfällig für Umweltkriminalität in ganz Europa gemacht haben, nachdem mehr als 33.000 Tonnen gefährlicher Abfälle illegal in Gospić abgeworfen wurden. Mihael Zmajlović, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SDP), erklärte während einer Pressekonferenz, dass die Situation das Ergebnis systematischer Fehler in der Abfallwirtschaftpolitik sei, die in den letzten zehn Jahren umgesetzt wurde. Er kritisierte die regierende Kroatische Demokratische Union (HDZ) für die Förderung von Chaos und Unordnung durch ihre Regierungsführung, wobei er insbesondere auf den Mangel an Regulierungsüberwachung und Durchsetzungsmechanismen hinwies.
Zmajlović wies auf zwei wichtige Regierungsentscheidungen hin, die die Kontrollen über die Abfallwirtschaft erheblich geschwächt hätten. Die erste beinhaltete die Beseitigung der Anforderung an Unternehmen, lizenziertes Personal für die Abfallwirtschaft zu ernennen, das geschult und finanziell für jede Fehlhandlung verantwortlich sein musste. Die zweite Änderung betraf die Flexibilität der finanziellen Garantien, die für die Genehmigungen zur Abfallbehandlung erforderlich sind.
Zmajlović war der Ansicht, dass die Abfälle in den Abfällen, die zehnmal mehr Kohlenstoff als gesetzlich erlaubt enthalten, verunreinigt sind, was den legalen Transport der Abfälle in Länder wie Österreich und Deutschland nach geltenden Vorschriften unmöglich macht.
Josip Bilaver, Bürgermeister des Bezirks Zadar, äußerte sich besorgt über die illegale Entsorgung von Abfällen im ehemaligen Steinbruch Benkovac und versprach die Zusammenarbeit mit der Regierung und den zuständigen Institutionen, um das Gebiet zu säubern und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Er beschrieb den Vorfall als ökologisches Verbrechen und betonte die Notwendigkeit einer gründlichen Untersuchung und gerichtlichen Schritte gegen alle beteiligten Personen.
Bilaver kritisierte auch die Opposition, da sie es versäumt habe, langjährige Probleme im Zusammenhang mit der Abfallwirtschaft in Zagreb zu lösen. Er argumentierte, dass diejenigen, die Probleme in der Hauptstadt nicht lösen können, nicht versuchen sollten, Lektionen über Abfallwirtschaft an anderer Stelle anzubieten. Der Bürgermeister bestätigte die laufende Kommunikation mit dem Ministerium für Umwelt und Energieeffizienz und dem Büro des Premierministers bezüglich der Sanierungsbemühungen.
Die Regierung wurde versichert, dass ein detaillierter Reinigungsplan bereits im Gange ist, obwohl spezifische Zeitpläne und Umsetzungsstrategien unklar bleiben. Die Kontroverse um die illegale Mülldeponie hebt breitere Bedenken hinsichtlich der Umweltregulierung und der Rechenschaftspflicht in Kroatien hervor.
Die Einbeziehung mehrerer Interessengruppen, darunter lokale Behörden, nationale Agenturen und zivilgesellschaftliche Gruppen, unterstreicht die Komplexität der Bewältigung solcher Umweltprobleme.
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