Ein britischer Arzt hat seinen lang gehegten Glauben, dass ein Frühstück mit fettarmen Getreide mit Milch gesund ist, öffentlich umgekehrt. Professor Tim Spector, ein bekannter Arzt und Mitbegründer der Ernährungs-Tracking-App Zoe, hielt eine solche Mahlzeit zuvor für einen vernünftigen Start in den Tag. Er rät jedoch jetzt dagegen, und führt potenzielle Gesundheitsrisiken in Verbindung mit schnellen Schwankungen des Blutzuckerspiegels an. Spector, der seit Jahren die Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Darmmikrobiom untersucht, teilte kürzlich seine Perspektivänderung in den sozialen Medien.
Er erklärte, dass er einst glaubte, dass das Essen von fettarmen Getreide mit Magermilch aufgrund seines niedrigeren Kaloriengehalts von Vorteil war, aber er sieht diesen Ansatz jetzt als übermäßig vereinfacht. Laut ihm übersieht die ausschließliche Konzentration auf die Kalorienaufnahme, wie einzelne Lebensmittel die Sättigung, die Blutzuckerregulierung und die Darmbakterienzusammensetzung beeinflussen. Der Professor beschrieb seine frühere Routine als typisch für viele Menschen, fettarme Getreide gepaart mit Magermilch. "Ich dachte, ich tue das Richtige", sagte er und bezog sich auf seine früheren Ernährungsgewohnheiten.
Spector erklärt, dass die Kombination aus Getreide und fettarmen Milchprodukten nicht genügend Nährstoffe hat, um die Verdauung zu verlangsamen. Infolgedessen kann der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr schnell steigen, gefolgt von einem starken Rückgang. Dieses Muster kann zu Hungergefühlen kurz nach dem Essen führen, obwohl der Körper gerade Nahrung erhalten hat. Der Effekt ist besonders ausgeprägt bei Personen, deren Körper Kohlenhydrate anders verarbeiten.
Protein aus Joghurt und Fett aus Nüssen helfen, die Magenentleerung zu verzögern, wodurch Energie allmählich freigesetzt werden kann. Diese langsamere Freisetzung bewahrt ein Gefühl der Fülle für einen längeren Zeitraum auf. Beeren bieten laut Spector zusätzliche Vorteile über ihren Nährstoffgehalt hinaus. Sie enthalten Ballaststoffe und Polyphenole, Pflanzenverbindungen, die mit der Aufrechterhaltung eines stabilen Darmmikrobioms verbunden sind. Diese Elemente tragen zu einer besseren Verdauung und einer allgemeinen Stoffwechselgesundheit bei.
Durch die Berücksichtigung individueller Unterschiede im Stoffwechsel und der Darmgesundheit hebt Spector's Ansatz die Komplexität von Ernährungsentscheidungen hervor.
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