Fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung beeinflusst Michel Foucaults 'The Will to Knowledge', der erste Band seiner 'History of Sexuality'-Serie, weiterhin die Diskussionen über moderne Macht und Sexualität. Das Buch stellt die traditionellen Ansichten über gesellschaftliche Unterdrückung in Frage und argumentiert, dass moderne Gesellschaften sich ausgiebig mit sexuellem Diskurs beschäftigen, anstatt ihn zu unterdrücken. Foucault untersucht, wie Sexualität von disziplinären Institutionen wie Medizin, Psychologie und Recht geprägt ist, die das menschliche Verhalten klassifizieren und regulieren. Er führt das Konzept der 'Biopolitik' ein und hebt hervor, wie Staaten und Institutionen die Bevölkerung durch sexuelle Daten überwachen und verwalten. Der Artikel diskutiert Foucaults Kritik, wie moderne Machtstrukturen die sexuelle Identität und das Verhalten formen, und betont die Rolle von Experten bei der Kontrolle des Wissens.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Foucaults theoretisches Konzept von Macht und Sexualität, ohne dabei offen bestimmte politische Ideologien zu unterstützen oder zu kritisieren.




