Die österreichische Politikerin Johanna Mikl-Leitner, die Gouverneurin von Niederösterreich, fordert erheblich höhere Geldstrafen von bis zu 2.500 Euro gegen Eltern, die sich weigern, dem bevorstehenden Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren, das am 1. September in Kraft tritt, nachzukommen. Sie argumentiert, dass Online-Boykott-Aufrufe und Anweisungen zur Umgehung des Gesetzes inakzeptabel sind und eine bewusste Provokation gegen den Staat darstellen. Die derzeitige Höchststrafe beträgt 800 Euro, aber Mikl-Leitner fordert den Bundesbildungsminister auf, die Strafen so zu erhöhen, dass sie denen in ihrer Region entsprechen, wo sie dreimal höher sind. Das Gesetz, das Kopftuchverbote verbietet, die "den Kopf nach islamischen Traditionen bedecken", wurde bereits rechtlichen Herausforderungen ausgesetzt und könnte erneut vom Verfassungsgericht überprüft werden.
Tendenz-Einschätzung (Konservativ): In dem Artikel wird das Kopftuchverbot als notwendige Maßnahme zur Einhaltung der nationalen Regeln dargestellt und der Widerstand dagegen als provokativ und intolerant dargestellt.



