Die deutsche Organisation HateAid hat Strafanzeigen gegen mehrere Manager eingereicht, die für den Vertrieb der neuesten Smart-Brille-Modelle von Meta in Deutschland verantwortlich sind. Laut der Gruppe fördert das Design der Meta AI Glasses Missbrauch und verletzt potenziell die Datenschutzgesetze. Nach deutschem Recht ist sogar der Verkauf von verkleideten Spionagekameras verboten, was HateAid dazu veranlasst hat, die Strafverfolgung zu ersuchen, unerlaubte Aufnahmen zu verhindern. Rechtsstreitigkeiten über die Brille sind bereits begonnen. Der Datenschutzbeauftragte von Hamburg, Thomas Fuchs, argumentiert, dass die Warnleuchten auf den Geräten nicht ausreichen, um Benutzer zu warnen, wenn sie aufgezeichnet werden.
Die Agentur kann zwar die Einfuhr von Spionagegadgets wie Teddybären mit eingebauten Kameras blockieren, verbietet jedoch derzeit keine Produkte im Zusammenhang mit intelligenten Brillen. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob der Hauptzweck dieser Brillen darin besteht, Einzelpersonen zu unterstützen oder Belästigungen zu erleichtern. Meta fördert seine Brillen als Werkzeuge, die nahe gelegene Restaurants empfehlen oder Fragen zur Umwelt beantworten können, was sehbehinderten Benutzern zugute kommen könnte, die möglicherweise Hilfe beim Lesen von Schildern oder Menüs benötigen.
Die Diskussionen in den sozialen Medien konzentrieren sich jedoch stark auf eine andere mögliche Verwendung der Brille: Männer, die heimlich Frauen in öffentlichen Räumen wie Flughäfen, Supermärkten, Fitnessstudios oder sogar Stränden filmen. Diese Videos ziehen oft abfällige oder sexistische Kommentare in den Kommentarbereichen auf. Meta hat auf diese Vorwürfe reagiert, indem es versprochen hat, Belästigungsvideos von seinen Plattformen zu löschen und ein Software-Update zu implementieren, um zu verhindern, dass die Warnleuchte verdeckt oder manipuliert wird. Josephine Ballon, Geschäftsführerin von HateAid, warnt davor, dass die zunehmende Popularität dieser neuen Arten von Brillen einen Überwachungsdruck erzeugen könnte.
"Ob in der U-Bahn, bei der Arbeit oder in der Sauna, die Menschen sind nirgends sicher von Smart Glasses. Man muss immer erwarten, gefilmt und dann online ausgesetzt werden", erklärt sie in Bezug auf ihre Klage. Nach der Beschwerde an den SPIEGEL, ist das Design des neuesten Modells kaum von regulären Ray-Ban-Brillen zu unterscheiden.
Kurzfristige Anfragen des SPIEGEL an die betroffenen Unternehmen haben noch keine Antworten erhalten. Frauen werden wiederholt durch Videos belästigt, die mit einer intelligenten Brille aufgenommen wurden. Auf Instagram ist die Idee, zu singen und das Urheberrecht zu nutzen, um sich zu verteidigen, viral geworden. Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie hier. Intelligente Brillen stellen sowohl ein neues als auch ein altes Problem dar. Sie sind fast nicht von gewöhnlichen Brillen zu unterscheiden, es sei denn, man schaut sehr genau hin. Einige Benutzer zeichnen nicht nur ihren Alltag auf, sondern posten auch geheime Aufnahmen anderer online.
Um diesen Missbrauch zu bekämpfen, reichte die gemeinnützige Organisation HateAid am 12. August 2026 eine Strafklage ein, um den Verkauf dieser Brille in Deutschland zu verbieten. Meta allein verkaufte im Jahr 2025 rund sieben Millionen Smart Glasses und erzielte damit einen Erfolg, der Google Glass vor Jahren entging. Ein Anwalt erklärt, dass sich Einzelpersonen rechtlich vor der Veröffentlichung heimlich aufgezeichneter Videos in öffentlichen Räumen schützen können. Die technischen Hindernisse für Verteidigungsmaßnahmen werden in einem Artikel des Entwicklers der Smart-Glass Scanner App Nearby Glasses beschrieben.
Hier erfahren Sie mehr über Ihre Rechte bezüglich Ihres Bildes und wie Sie diese gegen unerwünschte Aufnahmen geltend machen können. Die Geschäftsführerin von HateAid erklärt den Hintergrund ihrer Strafklage. Zusätzlich zeigt der Artikel, welche Mittel der digitalen Selbstverteidigung gegen intelligente Brillen existieren. HateAid hat eine Strafklage gegen die Geschäftsführung von Meta, die Brillenmarken Ray-Ban und Oakley sowie die optischen Einzelhändler Fielmann, Apollo-Optik, Mister Spex und MediaMarkt eingereicht. Der Verkauf von intelligenten Brillen mit integrierten Kameras verstößt gegen das Gesetz über den Schutz von Daten in der Telekommunikation und digitalen Dienstleistungen.
Dieses Gesetz verbietet Geräte, die als Alltagsgegenstände für verdeckte Aufnahmen oder Abhören erscheinen sollen. Bei Verurteilung können Geldstrafen oder Haftstrafen von bis zu zwei Jahren und die Einziehung von Gewinnen gelten. Besonders gezielt wird der Ray-Ban Meta Wayfarer (Gen 2) angesprochen, der sich kaum von einer gewöhnlichen Sonnenbrille unterscheiden kann. Meta verwendet während der Aufnahmen eine blinkende LED, die selten Aufmerksamkeit erregt und manipuliert werden kann. HateAid verlangt Farbcodierung von Kameras, Manipulationssicherheit und klare Grenzen für Aufnahmen ähnlich Dash- oder Körperkameras. Apple erwägt, Inhalte für Siri AI von Verlagen zu lizenzieren.
Apple verhandelt mit großen Publishern über langfristige Lizenzen für seinen aktualisierten Sprachassistenten Siri AI. Im Gegensatz zu früheren Branchenvereinbarungen verlässt sich Apple Berichten zufolge nicht auf garantierte Zahlungen, sondern auf eine nutzungsbasierte Vergütung. Das Budget wird voraussichtlich in der neunstelligen Bandbreite liegen. Wie Publisher-Inhalte innerhalb des AI-Systems präsentiert werden, bleibt unklar. Siri AI wird mit iOS 27 im September starten. Benutzer in Europa müssen aus regulatorischen Gründen länger warten. Mistral erweitert sein Geschäft, um ein Infrastruktur- und Plattformanbieter zu werden. Die französische Mistral AI erweitert ihre Geschäftstätigkeit.
Für die Erweiterung der eigenen Rechenkapazität in Europa bündelt das Unternehmen die Nachfrage großer europäischer Unternehmen und Institutionen, die sich zu mehrjährigen Kapazitätsgarantien verpflichten. Firmenkunden können auch entscheiden, ob ihre KI-Abfragen in Europa oder den Vereinigten Staaten verarbeitet werden sollen. Laut VentureBeat plant Mistral eine Version, bei der die Verarbeitung vollständig auf der eigenen Infrastruktur läuft, ohne sich auf große Cloud-Anbieter zu verlassen.
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