Der Artikel beschreibt, wie große KI-Unternehmen, darunter Anthropic, weltweit gebrauchte Bücher erwerben, um sie für die Ausbildung ihrer künstlichen Intelligenzmodelle zu scannen, oft über Vermittler wie "Zoom Books". Diese Bücher werden nach dem Scannen zerkleinert. Die als "destruktiver Scanning" bezeichnete Praxis hat bei Autoren und Verlagen Bedenken erweckt. Im Januar 2024 enthüllte die Washington Post "Projekt Panama", bei dem Anthropic über 500.000 urheberrechtlich geschützte Bücher scannte, viele davon illegal aus Schattenbibliotheken wie Library Genesis. Während eine Gruppe von Autoren die Rechtmäßigkeit des Erwerbs von Büchern über diese Kanäle erfolgreich in Frage stellte, entschied das Gericht zugunsten von Anthropic auf der Grundlage des US-Prinzips "Fair Use". Der Fall endete mit einer außergerichtlichen Einigung, bei der Verlagen und Autoren 1,5 Milliarden US-Dollar gezahlt wurden. In Deutschland bleibt der rechtliche Rahmen unklar, da die Urheberrechtsgesetzes des Landes auf solche doppelten Praktiken anwendet sind, während Experten vermuten, dass das Scannen bestimmter physischer Bücher ethisch ist und wirftliche Fragen aufwirkt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene Sicht des Problems, indem er sowohl die Handlungen der KI-Unternehmen als auch die rechtlichen Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, diskutiert.



