Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) wird den offiziellen Zinssatz (OCR) in dieser Woche von 2,5% auf 2,75% anheben. Jarrod Kerr, Chefökonom der Kiwibank, argumentiert jedoch, dass die Erhöhung der Zinssätze aufgrund schwacher wirtschaftlicher Bedingungen nicht angemessen ist. Er betont, dass die Exportbranchen zwar von der hohen globalen Nachfrage und den Rohstoffpreisen profitieren, dies jedoch nicht zu einem Anstieg des Haushaltseinkommens oder des Verbrauchs geführt hat. Die Neuseeländer erleben steigende Lebenshaltungskosten, einschließlich Nahrungsmittel, Energie und Versicherungen, die das Lohnwachstum übertreffen. Die Unternehmen haben auch Schwierigkeiten, die steigenden Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, die nicht in der Lage sind, sie aufzunehmen. Kerr schlägt vor, bis zum nächsten Jahr auf eine Zinserhöhung zu warten, wenn die wirtschaftliche Erholung und das Wachstum deutlicher zu sehen sein könnten. BNZ-Chef Mike Jones stellt fest, dass die RBNZ die monetären Anreize allmählich reduziert, anstatt das Wachstum aktiv zu verlangsamen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Perspektiven mehrerer Ökonomen, darunter sowohl diejenigen, die eine Zinserhöhung erwarten, als auch diejenigen, die den Zeitpunkt der Zinserhöhung in Frage stellen.


