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Wie viel Wasserstoff erwartet uns unter der Erde?
United States🏛️ Politikvor 6 Tagen

Wie viel Wasserstoff erwartet uns unter der Erde?

In den 1990er Jahren entdeckte Barbara Sherwood Lollar im Kidd Creek-Bergwerk im Norden Ontarios uraltes Grundwasser, das Mikroben enthielt, die sich von Wasserstoff ernährten, der durch chemische Reaktionen zwischen Wasser und Gestein erzeugt wurde. Vor kurzem untersuchte sie erneut die Wasserstoffwerte im Bergwerk, um sein Potenzial als Kohlenstofffreie Kraftstoffquelle zu beurteilen. Während Wasserstoffbrennstoff vielversprechend ist, erzeugen traditionelle Produktionsmethoden erhebliche Emissionen. Forscher erforschen jetzt natürliche unterirdische Reservoirs von "geologischem Wasserstoff", die durch Reaktionen mit Wasser und eisenreichen Gesteinen oder radioaktivem Zerfall gebildet werden.

Barbara Sherwood Lollar, eine Geochemikerin an der University of Toronto, hat neue Erkenntnisse über das Potenzial von geologischem Wasserstoff auf der Grundlage jahrzehntelanger Daten aus der Kidd Creek Mine im Norden Ontarios veröffentlicht. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Mine jährlich etwa 140 Tonnen Wasserstoff durch ihre Lüftungsöffnungen freisetzt, was einen Einblick in die riesigen Gasreserven bietet, die unter der Erdoberfläche existieren können.

Lollar und ihr Kollege Oliver Warr analysierten über mehr als ein Jahrzehnt Daten aus 35 Bohrlöchern am Kidd Creek. Jedes Bohrloch emittierte durchschnittlich acht Kilogramm Wasserstoff pro Jahr.

Die Entdeckung basiert auf früheren Arbeiten, die in den 1990er Jahren durchgeführt wurden, als Lollar und ihr Team mikrobielles Leben identifizierten, das tief in der Mine in uralter Sole gedeiht. Diese Mikroorganismen lebten von Wasserstoff, der durch chemische Reaktionen zwischen Wasser und dem umgebenden Gestein erzeugt wurde.

Die derzeitigen Produktionsmethoden führen jedoch häufig zu hohen Treibhausgasemissionen und erfordern mehr Energie als das Gas selbst. Die Aussicht, natürlich vorkommende unterirdische Wasserstoffreservoirs zu erschließen, könnte die Industrie revolutionieren, indem sie eine sauberere, effizientere Alternative bietet.

Wenn auch nur ein kleiner Teil davon gewonnen werden könnte, könnte dies den weltweiten Wasserstoffbedarf für Jahrhunderte decken. Trotz dieser ermutigenden Entwicklungen bleibt die Suche nach kommerziell tragfähigen Wasserstoffvorkommen schwer fassbar. Bis heute hat kein bekannter Standort die Fähigkeit gezeigt, Wasserstoff in Mengen zu produzieren, die für groß angelegte Energieanwendungen geeignet sind. Öffentliche Daten über Explorationsergebnisse bleiben begrenzt, da Unternehmen sich bemühen, Wettbewerbsvorteile zu erhalten und gleichzeitig Investitionen anzuziehen.

Laurent Truche, ein Geochemiker an der Universität von Grenoble Alpes in Frankreich, stellt fest, dass ähnliche Beobachtungen in der Bulqizë-Chrommine in Albanien gemacht wurden, wo mindestens 200 Tonnen Wasserstoff jährlich fließen. Truche betont, dass die Hauptherausforderung nicht darin besteht, die Existenz von natürlichem Wasserstoff zu beweisen, sondern seine wirtschaftliche Tragfähigkeit und Zuverlässigkeit in kommerziellem Maßstab zu demonstrieren. Forscher und Start-ups untersuchen auch Möglichkeiten, die Wasserstoffproduktion durch technologische Eingriffe zu verbessern. Durch die Injektion von Wasser, Wärme oder Katalysatoren in reaktive Gesteinsformationen wollen Wissenschaftler den natürlichen Prozess der Wasserstoffproduktion beschleunigen.

Über ein Dutzend solcher Initiativen werden derzeit von der Advanced Research Projects Agency-Energy (ARPA-E) unterstützt, die sich ehrgeizige Ziele gesetzt hat, die Wasserstoffproduktion um den Faktor 10.000 zu erhöhen.

Zu den Primärquellen (5)

Die offiziellen Quellen, auf denen die Berichterstattung beruht. Lies sie direkt, um Framing zu umgehen.

1 Berichte

MIT Technology Review logoMIT Technology ReviewUnabhängigMitteFaktentreue 85Objektivität 70vor 6 Tagen
Wie viel Wasserstoff erwartet uns unter der Erde?

In den 1990er Jahren entdeckte Barbara Sherwood Lollar im Kidd Creek-Bergwerk im Norden Ontarios uraltes Grundwasser, das Mikroben enthielt, die sich von Wasserstoff ernährten, der durch chemische Reaktionen zwischen Wasser und Gestein erzeugt wurde. Vor kurzem untersuchte sie erneut die Wasserstoffwerte im Bergwerk, um sein Potenzial als Kohlenstofffreie Kraftstoffquelle zu beurteilen. Während Wasserstoffbrennstoff vielversprechend ist, erzeugen traditionelle Produktionsmethoden erhebliche Emissionen. Forscher erforschen jetzt natürliche unterirdische Reservoirs von "geologischem Wasserstoff", die durch Reaktionen mit Wasser und eisenreichen Gesteinen oder radioaktivem Zerfall gebildet werden.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel befasst sich mit der wissenschaftlichen Forschung und dem technologischen Potenzial im Zusammenhang mit Wasserstoff als Energiequelle.

Warum Faktentreue (85): The article accurately describes Barbara Sherwood Lollar's research at Kidd Creek mine, referencing the discovery of ancient brine containing microbes feeding on hydrogen. It cites her work and aligns with the primary source documents discussing abiogenic methane and hydrogen production in ancient e

Warum Objektivität (70): The tone is somewhat promotional, suggesting the potential economic benefits of geologic hydrogen. While not overtly biased, it frames the discovery in a way that emphasizes its practical application rather than purely scientific interest, which introduces a slight editorial slant.

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