Die Elektrochemikerin Liu Jiawei ist von Singapur nach Hongkong umgezogen, um ein eigenes Forschungslabor zu gründen, was einen bedeutenden Schritt in ihrer wissenschaftlichen Karriere darstellt. Die Entscheidung kommt nach mehr als einem Jahrzehnt im robusten Forschungsökosystem Singapurs. Liu strebt nun an der City University of Hong Kong (CityU) eine neue Forschungsgruppe auf, die sowohl ihre persönlichen Bestrebungen als auch ihre beruflichen Ziele widerspiegelt.
Liu entschied sich vor zwei Jahren für Hongkong wegen seiner einzigartigen Position als Brücke zwischen Ost und West. Sie stellte fest, dass Hongkongs akademische Institutionen unter einem unabhängigen Modell des Hauptforschers arbeiten, das Forschern beträchtliche Freiheiten bei der Leitung ihrer eigenen Labore und der Gestaltung ihrer Forschungsagenda gewährt. Dieses System stimmt gut mit ihren früheren Erfahrungen in Singapur überein, wo sie tief in die Forschungsgemeinschaft eingebettet war.
Die Ähnlichkeiten zwischen Singapur und Hongkong erstrecken sich über ihre akademischen Umgebungen hinaus. Beide Städte bieten Zugang zu globalen Netzwerken und pflegen starke Verbindungen mit dem Rest Asiens, insbesondere dem chinesischen Festland. Für Liu ist diese doppelte Konnektivität entscheidend. "Ich habe Hongkong gewählt, weil ich näher an meiner Familie im Festland Chinas bleiben und meine Karriere in einer Stadt entwickeln möchte, die eine ähnliche Forschungslandschaft wie Singapur bietet", erklärte sie.
Liu absolvierte ihr Bachelorstudium in Chemieingenieurwesen an der Nanyang Technological University (NTU), bevor sie 2021 ihren Doktortitel in Materialwissenschaft und -ingenieurwesen an derselben Institution erhielt. Ihr Bildungshintergrund legte den Grundstein für ihre aktuelle Arbeit in der Elektrochemie, einem Bereich, der an der Schnittstelle von Chemie, Physik und Materialwissenschaft liegt. Mit ihrem neuen Labor an der CityU plant sie innovative Ansätze in der Energiespeicherung und nachhaltigen Technologien zu erforschen, Bereichen, die angesichts wachsender Umweltbelange immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Ihre Ankunft in Hongkong fällt zusammen mit einem breiteren Trend von Wissenschaftlern und Akademikern, die zwischen den Regionen umziehen, um verschiedene Möglichkeiten zu nutzen. Während einige aus wirtschaftlichen Gründen umziehen, suchen andere nach Umgebungen, die ihre Forschungsinteressen oder ihr persönliches Leben besser unterstützen. Liu's Fall veranschaulicht, wie Individuen diese Entscheidungen treffen können, um Orte zu finden, die sowohl ihren beruflichen als auch ihren privaten Bedürfnissen entsprechen. In den letzten Jahren hat sich Hongkong als ein wichtiger Akteur in der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft erwiesen und Talente aus der ganzen Welt angezogen.
Die Universitäten und Forschungsinstitute investieren weiterhin massiv in Infrastruktur und Innovation und schaffen Bedingungen, die Fachleute wie Liu ansprechen. Als sie beginnt, ihr Team zusammenzustellen und ihre Forschungsagenda zu definieren, trägt ihre Anwesenheit zur dynamischen intellektuellen Landschaft der Region bei. Liu's Reise von Singapur nach Hongkong unterstreicht die sich entwickelnde Natur der akademischen Karrieren in Asien. Es spiegelt auch die zunehmende Mobilität von Forschern wider, die wählen können, wo sie ihre Arbeit basierend auf einer Kombination von Faktoren wie institutioneller Qualität, Kooperationspotenzial und persönlichen Umständen durchführen.
Ihre Beiträge werden wahrscheinlich die Richtung der elektrochemischen Forschung in Hongkong und darüber hinaus beeinflussen.
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