Das oberste Gericht Singapurs hat die größte Forderung des insolventen Ölhändlers Hin Leong Trading gegen seinen ehemaligen Wirtschaftsprüfer Deloitte in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar zurückgewiesen. Das fünf Richter umfassende Berufungsgericht entschied, dass Deloitte nicht für die Handelsverluste des Unternehmens zwischen November 2015 und Mitte 2020 verantwortlich ist, und erklärte, dass Wirtschaftsprüfer keine rechtliche Verpflichtung haben, die Interessen der Gläubiger zu berücksichtigen, wenn eine Firma insolvent ist. Hin Leong hat nun zwei verbleibende Forderungen: eine für 90 Millionen US-Dollar an falsch deklarierten Dividenden und eine andere für 612.000 US-Dollar an Prüfungsgebühren. Das Gericht betonte, dass Deloitte keine Beteiligung an den Handelsstrategien von Hin Leong hatte und die Verluste nicht vorhersehen hätte können, die von den Marktbedingungen und den Entscheidungen des Marktmanagements abhängen, die außerhalb der Kontrolle des Wirtschaftsprüfers liegen. Hin Leong argumentiert, dass Deloitte es versäumt hat, finanzielle Unregelmäßigkeiten des Unternehmensgründers Limon O Kuin, auch bekannt als OK Lim, aufzudecken.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel berichtet über die Entscheidung des Gerichtshofs, ohne Hin Leong oder Deloitte offen zu begünstigen, wobei er einen ausgewogenen Ton beibehält.



