ON
← Zurück zum Feed
Handel warnt vor Verpackungschaos
Austria🏛️ PolitikMittevor 9 Tagen

Handel warnt vor Verpackungschaos

Der österreichische Einzelhandelssektor hat Bedenken hinsichtlich der neuen EU-Verpackungsvorschriften geäußert, die zusätzliche Dokumentation und Nachweise für Verpackungsmaterialien erfordern, die innerhalb der EU versandt werden. Einzelhändler müssen nun Nachweise über die Zusammensetzung von Verpackungsmaterialien vorlegen, insbesondere wenn sie mit Lebensmitteln in Berührung kommen, was vielen Unternehmen nicht möglich ist. Darüber hinaus müssen Einzelhändler ohne Präsenz im Zielland einen lokalen Vertreter ernennen, der als Verbindungsmann mit den Behörden fungiert, was erhebliche bürokratische und finanzielle Belastungen mit sich bringt. Kleine Unternehmen sind besonders betroffen, da diese Anforderungen die Marktexpansion aufgrund hoher Fixkosten unmöglich machen könnten. Vertreter der Industrie kritisieren die Umsetzung der Verordnung als schlecht ausgeführt und argumentieren, dass sie den Binnenmarkt durch die Schaffung unnötiger Hindernisse untergräbt.

Die neuen EU-Verpackungsverordnungen haben bei kleinen Unternehmen, insbesondere bei Online-Einzelhändlern, weit verbreitete Frustration ausgelöst, die behaupten, dass die Vorschriften unnötige bürokratische und finanzielle Belastungen verursachen.Die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR), die am 12. August in Kraft getreten ist, hat viele kleine Händler dazu gezwungen, ihre internationalen Lieferungen zu beschränken und sie hauptsächlich auf den Inlandsverkauf zu beschränken.Diese Verschiebung hat Shop-Besitzer wie Martina Wächter, Inhaberin des Baby- und Kinderladen Stofftiger in Großweikersdorf, Österreich, zunehmend eingeschränkt gefühlt.

"Wir versenden nichts mehr ins Ausland", sagt sie und fügt hinzu, dass die Kosten und die Komplexität der Einhaltung der Vorschriften den internationalen Handel unrentabel gemacht haben. "Die PPWR zielt darauf ab, Verpackungsabfälle zu reduzieren, das Recycling zu fördern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken, indem sie strengere Anforderungen an die Gestaltung, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit von Verpackungen in der gesamten Lieferkette auferlegt. Alle Unternehmen, ob große Unternehmen oder kleine Unternehmen, unterliegen diesen Regeln, die für alle Arten von Verpackungen und Abfällen gelten, unabhängig von Material, Inhalt oder Herkunft.

Kritiker argumentieren, dass die Ziele der Verordnung zwar lobenswert sind, ihre Umsetzung jedoch schlecht gestaltet wurde, insbesondere für kleine Unternehmen. Viele Online-Verkäufer fühlen sich von den zusätzlichen Papierkram und administrativen Aufgaben überfordert. Andere haben sich entschieden, ausschließlich innerhalb der Europäischen Union zu verkaufen, wobei einige sogar darüber nachdachten, die Geschäftstätigkeit aufgrund der hohen Kosten für die Einhaltung der Vorschriften vollständig einzustellen.

Ein wichtiges Problem besteht darin, dass die Unternehmen in jedem EU-Land, in dem sie Waren versenden, einen Vertreter benennen müssen, der als "bezeichnete Person" oder "Bevollmächtigter" bezeichnet wird. Diese Person fungiert als Ansprechpartner für die lokalen Behörden und übernimmt die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften. Für Unternehmen ohne physische Präsenz in einem bestimmten Land führt dieser Prozess zu zusätzlichen Bürokratie und Kosten.

Alexander Smuk, Sprecher der Österreichischen Wirtschaftskammer (WKO), stellte fest, dass das Konzept einer benannten Person zwar in einigen EU-Mitgliedstaaten wie Deutschland und Österreich bereits existierte, die jüngste Ausweitung der Regel auf alle 27 Mitgliedstaaten jedoch zu Verwirrung und Ineffizienz geführt habe. Ein kleines Unternehmen, das beispielsweise nur wenige Pakete nach Portugal schickt, könnte am Ende mehr Gebühren zahlen müssen als die aus diesen Verkäufen erzielten Einnahmen.

Rainer Will, Vorsitzender des österreichischen Gewerbeverbandes, bezeichnete die Situation als "Katastrophe" und argumentierte, dass die Regeln den eigentlichen Zweck eines einheitlichen Binnenmarktes untergraben. "Der Binnenmarkt wird zur Absurdität getrieben", sagte er und betonte, dass die regulatorische Belastung die kleineren Akteure unverhältnismäßig stark belastet.

Es ist jedoch klar, daß die neuen Vorschriften eine Krise bei den Kleinhändlern ausgelöst haben, die sich in einem Netz von Bürokratie und steigenden Kosten gefangen sehen.

3 Berichte

Der Standard logoDer StandardUnabhängigMitteFaktentreue 90Objektivität 86vor 10 Tagen
"Es zahlt sich nicht mehr aus": Kleine Händler kämpfen mit neuen Verpackungsregeln

Kleine Einzelhändler und Online-Verkäufer in Österreich kämpfen mit neuen Verpackungsvorschriften der Europäischen Union, die im August in Kraft getreten sind. Die Verordnung zielt darauf ab, Verpackungsabfälle zu reduzieren, das Recycling zu fördern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken, indem sie strengere Anforderungen an die Verpackungsgestaltung und -dokumentation entlang der Lieferkette auferlegt. Diese Regeln haben jedoch erhebliche bürokratische und finanzielle Belastungen für kleine Unternehmen geschaffen, was dazu geführt hat, dass viele ihre Exporte innerhalb der EU einschränken oder ganz aufhören zu exportieren. Einzelhändler berichten, dass sie sich von komplexen Verfahren, hohen Kosten und unklaren Richtlinien überwältigt fühlen, wobei einige in Erwägung ziehen, aufgrund der Herausforderungen den Betrieb einzustellen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt die Situation objektiv dar und hebt sowohl die Ziele der EU-Verordnung als auch die Kritik der kleinen Unternehmen hervor.

Warum Faktentreue (90): This article provides detailed information on the PPWR, including its goals, the financial and bureaucratic burden on small businesses, and specific examples like Martina Wächter’s shop. It accurately reflects the cross-source consensus on the challenges faced by small businesses and the intent of t

Warum Objektivität (86): The article presents the concerns of small business owners without overtly taking sides. While there is some emotional expression (e.g., 'Frust' and 'es zahlt sich nicht mehr aus'), the overall tone remains objective and focused on presenting facts and quotes from affected parties.

Kurier logoKurierParteinahMitteFaktentreue 85Objektivität 78vor 12 Tagen
Handel warnt vor Verpackungschaos

Der österreichische Einzelhandelssektor hat Bedenken hinsichtlich der neuen EU-Verpackungsvorschriften geäußert, die zusätzliche Dokumentation und Nachweise für Verpackungsmaterialien erfordern, die innerhalb der EU versandt werden. Einzelhändler müssen nun Nachweise über die Zusammensetzung von Verpackungsmaterialien vorlegen, insbesondere wenn sie mit Lebensmitteln in Berührung kommen, was vielen Unternehmen nicht möglich ist. Darüber hinaus müssen Einzelhändler ohne Präsenz im Zielland einen lokalen Vertreter ernennen, der als Verbindungsmann mit den Behörden fungiert, was erhebliche bürokratische und finanzielle Belastungen mit sich bringt. Kleine Unternehmen sind besonders betroffen, da diese Anforderungen die Marktexpansion aufgrund hoher Fixkosten unmöglich machen könnten. Vertreter der Industrie kritisieren die Umsetzung der Verordnung als schlecht ausgeführt und argumentieren, dass sie den Binnenmarkt durch die Schaffung unnötiger Hindernisse untergräbt.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Kritik von Vertretern der Industrie und hebt die Herausforderungen hervor, die die EU-Verordnungen mit sich bringen, ohne eine klare ideologische Haltung einzunehmen.

Warum Faktentreue (85): The article accurately reports on the new EU packaging regulations, including the requirement for additional documentation and the need for authorized representatives in foreign countries. It cites industry representatives like Alexander Smuk and Rainer Will as critics, aligning with the cross-sourc

Warum Objektivität (78): The tone leans slightly towards criticism of the regulation from industry representatives, but remains generally neutral. There is some emotional language ('Verpackungschaos') but no overt bias toward any political or ideological stance.

oe24 logooe24UnabhängigMitteFaktentreue 65Objektivität 55vor 9 Tagen
Pizza und Co.: Mega-Wirbel um neues EU-Gesetz

Der Artikel befasst sich mit der Kontroverse um ein neues EU-Gesetz, das eine bedeutende Debatte, insbesondere unter Unternehmen und Industrievertretern, ausgelöst hat. Die Gesetzgebung, die bestimmte Aspekte der Gastronomie in den Mitgliedsstaaten regulieren soll, wurde wegen potenzieller negativer Auswirkungen auf kleine Unternehmen und traditionelle Restaurants wie Pizzerien kritisiert.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Perspektiven, Kritik von Interessengruppen der Industrie und Unterstützung für die Regulierungskonsistenz, ohne offen eine Seite zu begünstigen.

Warum Faktentreue (65): The article reports on the controversy surrounding a new EU law, but lacks specific details or citations to support its claims. It uses vague terms like 'Mega-Wirbel' (huge stir) which suggest strong public reaction without providing evidence. Since no primary source is available, factuality is judg

Warum Objektivität (55): The tone is sensationalist with emotionally charged language such as 'Mega-Wirbel,' suggesting a focus on generating attention rather than presenting balanced information. The article appears to frame the issue as highly controversial without offering multiple perspectives or contextual background.

Wie jede Seite berichtete

Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

Wie jede Seite berichtete

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Weltweite Berichterstattung

Dasselbe Ereignis, wie es in anderen Ländern berichtet wurde.

Weltweite Berichterstattung

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Faktencheck

Zentrale faktische Aussagen und wie viele Quellen sie bestätigen bzw. bestreiten.

Faktencheck

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Halte die Nachrichten ehrlich.

ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.

Unterstützer werden

Ähnliche Themen