In Wien dürfen Frauen für die Nutzung von Toilettenkabinen Gebühren zahlen, während Männer meist kostenlos auf Pissoirs gehen können. Melanie Gradik, eine 27-jährige Frau, hat eine Klage gegen die Stadt Wien eingereicht, da sie dies als Diskriminierung sieht. Sie hat eine Website ins Leben gerufen, auf der sich Frauen registrieren können, die innerhalb der letzten drei Jahre für Toilettenkabinen bezahlt haben. Über 200 Frauen haben sich bereits angemeldet, um gemeinsam ein Schlichtungsverfahren einzuleiten. Falls diese Lösung keine Lösung bringt, könnten einzelne Frauen eine Klage einreichen. Die Anwältin Petra Laback unterstützt Gradik und erwartet bis Mitte September ein Einspruch der Stadt.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In dem Artikel wird das Problem als eine Form der Diskriminierung von Frauen dargestellt und die finanzielle Belastung für Frauen im Vergleich zu Männern, die freie Urinalle benutzen können, hervorgehoben.




