Ein deutsches Gericht hat ein irakisches Ehepaar für die Versklavung zweier yezidischer Mädchen und die Mitgliedschaft im Islamischen Staat (IS) verurteilt. Der Mann, identifiziert als Twana H.S., erhielt eine lebenslange Haftstrafe wegen Anklagen einschließlich Völkermord, Kriegsverbrechen und schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, während seine Frau, Asia R. A., eine neun-und-ein-halb-Jahres-Strafe erhielt. Das Paar wurde in Bayern im Jahr 2024 verhaftet. Die Jesiden, eine kurdischsprachige religiöse Minderheit, wurden von IS während seiner territorialen Expansion in Syrien und Irak im Jahr 2014 ins Visier genommen, was zu weit verbreiteter Verfolgung, Versklavung und Vergewaltigung führte. Deutschland erkennt diese Handlungen als Völkermord an. Twana H.S. kam in den frühen 2000er Jahren als Asylbewerber nach Deutschland, wurde später in einer München Moschee radikalisiert, bevor sie im Jahr 2015 in den Irak zurückkehrte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen sachlichen Bericht über eine strafrechtliche Verurteilung im Zusammenhang mit internationalem Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen.





