Die FIFA hat Argentiniens Mittelfeldspieler Leandro Paredes für zehn internationale Spiele nach einer Auseinandersetzung nach dem Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 gegen Spanien suspendiert. Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach dem Finale im MetLife Stadium in New Jersey am 19. Juli, als Spannungen zwischen Spielern beider Nationen entstanden. Paredes war unter mehreren Mitgliedern der argentinischen Mannschaft, die an der Auseinandersetzung beteiligt waren, bei der körperliche Konfrontationen und mündliche Austausch stattfanden.
Die Konfrontation begann, als Paredes den spanischen Mittelfeldspieler Eric Garcia am Hals packte und den Barcelona-Star Gavi auf den Boden schlug. Es folgte eine kurze Auseinandersetzung, als die Ersatzspieler Spaniens ins Feld stürmten, um ihren 1:0-Sieg zu feiern. Die Situation eskalierte schnell, zog die Aufmerksamkeit der Offiziellen auf sich und veranlasste sofortige Maßnahmen.
Der argentinische Fußballverband (AFA) wurde ebenfalls mit einer Geldstrafe von 321.000 US-Dollar für Verstöße gegen die Disziplinarregeln der FIFA bestraft. Dazu gehörten die unbefugte Nutzung eines Sportveranstaltungs für politische Demonstrationen, Fehlverhalten des Teams und diskriminierendes Verhalten der Fans. Der AFA war zuvor kritisiert worden, weil er während des Halbfinales gegen England ein umstrittenes Banner mit der Aufschrift "Las Malvinas Son Argentinas" (Die Falklandinseln sind Argentinien) aufgestellt hatte. Das Banner bezog sich auf den Falklandkrieg von 1982, einen Territorialstreit zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich, der zu erheblichen Verlusten auf beiden Seiten führte.
Der Falklandkrieg, der um die Souveränität des britischen Überseegebiets Südgeorgien und der Südlichen Sandwichinseln geführt wurde, dauerte 74 Tage und endete in einem britischen Sieg.
Die Entscheidung spiegelt die größeren Anstrengungen der FIFA wider, Ordnung und Anstand während der Turniere mit hohen Einsätzen zu wahren, insbesondere angesichts der erhöhten Emotionen rund um das Finale der Weltmeisterschaft. Die Folgen des Vorfalls haben von Fußballbehörden und Fans gleichermaßen gemischte Reaktionen ausgelöst. Während einige das aggressive Verhalten der Spieler verurteilt haben, haben andere ihr Recht auf Ausdruck des nationalen Stolzes verteidigt.
Da sich die AFA darauf vorbereitet, die Entscheidungen anzufechten, könnte das Ergebnis einen Präzedenzfall für die Behandlung solcher Vorfälle in zukünftigen internationalen Wettbewerben bilden.
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