Die Studie, die in Plos Medicine veröffentlicht wurde, zeigt einen Rückgang der Fötus- und frühen Neugeborenensterblichkeitsraten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zwischen 1990 und 2023. Der Fortschritt bleibt jedoch ungleichmäßig, wobei erhebliche sozioökonomische Unterschiede bestehen bleiben. Die Forschung, die Daten aus 17 Ländern analysierte, Ghana, Kenia, Malawi, Mali, Nigeria, Ruanda, Senegal, Tansania, Uganda, Sambia, Simbabwe, Ägypten, Jordanien, Bangladesch, Indonesien, Kolumbien und Peru, ergab, dass die Gesamtmortalität zwar zurückgegangen ist, diese Ungleichheiten jedoch weiterhin zu bekämpfen sind. Die Ergebnisse belegen die Schlüsselfaktoren, die mit einer niedrigeren Fötus- und perinatalen Sterblichkeit verbunden sind.
Das Leben in städtischen Gebieten, ein höheres Bildungsniveau der Mütter, ein höherer sozioökonomischer Status der Haushalte und bessere nationale Wohlfahrtssysteme waren mit reduzierten Risiken verbunden. Umgekehrt wurde festgestellt, dass das Alter der Mütter von 30 Jahren oder älter das Risiko erhöht. Trotz der Verbesserungen stellen Fötus- und frühe Neugeborenensterbliche weiterhin eine große globale gesundheitliche Herausforderung dar, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
Die Studie untersuchte 93 DHS, die zwischen 1990 und 2023 in den 17 Ländern durchgeführt wurden und 1.019 253 Schwangerschaften von 733 181 Frauen abdeckten. Forscher der Universität Triest arbeiteten mit Experten zusammen, darunter Mohammed Ali von der Weltgesundheitsorganisation und Saverio Bellizzi vom United Nations University Institute for Water, Environment and Health.
Luca Cegolon, Professor für Hygiene und Präventivmedizin an der Universität Triest, hat an der Analyse mitgewirkt. Ihre Arbeit unterstreicht die Bedeutung der Stärkung der Dienstleistungen für die Pflege von Müttern und Neugeborenen und die Verbesserung der Datenerfassungssysteme in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, um die Fortschritte bei der Verringerung der perinatale Sterblichkeit zu beschleunigen. Die Forscher betonen, dass, obwohl viele Länder eine Verringerung der perinatale Sterblichkeit verzeichnet haben, das Tempo und das Ausmaß der Verbesserung stark variieren. Sozioökonomische Unterschiede beeinflussen weiterhin die Ergebnisse und unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Interventionen.
Die Stärkung der Gesundheitsinfrastruktur, die Erhöhung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger mütterlicher Versorgung und die Verbesserung der Datengenauigkeit durch verbesserte Überwachungsmechanismen sind entscheidende Schritte. Diese Bemühungen könnten dazu beitragen, eine gerechtere Verringerung der perinatalen Sterblichkeit zu gewährleisten und sich an den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung anzupassen, die auf die Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern weltweit abzielen. Die Ergebnisse der Studie spiegeln breitere Trends in der globalen Gesundheit wider, bei denen die Fortschritte bei der Verringerung der Säuglings- und Müttersterblichkeit erheblich, aber ungleichmäßig waren. Während Fortschritte in der Medizintechnik, Kampagnen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und erhöhte Finanzierung zu einem Rückgang der Sterblichkeitsraten beigetragen haben, bleiben anhaltende Lücken bestehen.
Insbesondere ländliche und verarmte Gemeinden stehen vor größeren Hindernissen beim Zugang zu grundlegender Versorgung, was die bestehenden Ungleichheiten verschärft. Um diese Ungleichheiten zu bekämpfen, müssen nachhaltig in Gesundheitssysteme, gemeinschaftsbasierte Programme und Politiken investiert werden, die soziale Gerechtigkeit fördern.
Die Studie dient als Grundlage für zukünftige Forschungs- und Politikinitiativen, die darauf abzielen, eine umfassendere und nachhaltigere Verbesserung der perinatalen Ergebnisse zu erreichen.
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