Männliche Hebammen in Lesotho spielen zunehmend eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der mütterlichen Gesundheitsversorgung, insbesondere in abgelegenen Gebieten, in denen der Zugang zu medizinischen Dienstleistungen begrenzt ist. Im Gesundheitszentrum von Mpharane im Bezirk Mohale's Hoek arbeitet Ntlhane Sehloho, eine von etwa 300 männlichen Hebammen im Land, unermüdlich, um werdende Mütter zu unterstützen. Mit zwei Jahrzehnten Erfahrung ist Sehloho eine vertrauenswürdige Persönlichkeit in der lokalen Gemeinschaft geworden, die dazu beiträgt, die Müttersterblichkeitsrate zu senken und langjährige Geschlechternormen auf dem Gebiet der Hebamkeit in Frage zu stellen.
Lesotho, ein Binnenstaat mit einer Bevölkerung von etwas mehr als 2 Millionen Menschen, steht vor erheblichen Herausforderungen bei der Bereitstellung angemessener Gesundheitsversorgung, insbesondere in ländlichen Regionen. Viele Frauen gebären aufgrund des Mangels an nahegelegenen Einrichtungen zu Hause, was oft zu vermeidbaren Komplikationen führt. Um diese Probleme anzugehen, hat die Regierung zusammen mit internationalen Organisationen wie UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation die Ausbildung von männlichen Hebammen aktiv gefördert.
Sehloho, der in einer ländlichen Gemeinde aufgewachsen ist, erinnert sich, wie er als Kind die Gefahren einer unbeaufsichtigten Geburt miterlebt hat. Seine Erfahrungen motivierten ihn, eine Karriere in der Krankenpflege zu verfolgen, was schließlich zu seiner Spezialisierung als Hebamme führte. Unser Dorf ist weit weg von der Gesundheitseinrichtung, so dass die meisten Frauen, die schwanger sind, einige zu Hause gebären, so dass es nur ein Durcheinander war", erklärt er. Seine Hingabe hat ihn zu einem Schlüsselfiguren bei der Umwandlung der Mutterschaftsfürsorge in Lesotho gemacht.
Er betont, dass männliche Hebammen nicht nur notwendig sind, sondern allmählich auch innerhalb des Berufs akzeptiert werden. In den meisten unserer Gesundheitszentren sind die Verantwortlichen diese männlichen Hebammen, merkt er an. Selbst in einer Klasse werden Sie feststellen, dass wir zwanzig Krankenschwestern oder Hebammen und zehn Männer haben. Trotz des Fortschritts bestehen weiterhin kulturelle Barrieren. Einige Frauen äußern Unbehagen mit männlichen Hebammen und bevorzugen weibliche Betreuerinnen. Blandina Motaung, Koordinatorin des Programms für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte des UNFPA, hebt hervor, dass männliche Hebammen einzigartige Vorteile bieten können.
Männer, weil sie den Prozess nicht durchlaufen haben, werden wachsamer und aufmerksamer auf das Nitty Gritty, und das ist seine eigene verbesserte Qualität der Versorgung, die sie bieten, erklärt sie. Allerdings variieren die persönlichen Vorlieben.
Da Lesotho seine Gesundheitsinfrastruktur weiter ausbaut, stellt die Anwesenheit männlicher Hebammen sowohl eine praktische Lösung als auch eine Veränderung der gesellschaftlichen Einstellungen dar. Da die Müttersterblichkeitsrate hoch bleibt, etwa 530 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten im Vergleich zu einem globalen Durchschnitt von etwa 200, ist die Notwendigkeit zusätzlicher ausgebildeter Fachkräfte dringend. Die Regierung und internationale Organisationen setzen sich weiterhin für eine größere Beteiligung von Männern an der Hebamme ein und betonen, dass das Geschlecht die Qualität der während der Geburt erhaltenen Pflege nicht bestimmen sollte.
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