Janez Cigler Kralj, der neu ernannte Minister für Landwirtschaft in Slowenien, hat betont, dass Landwirte nicht das Problem, sondern die Lösung für viele Herausforderungen sind, mit denen ländliche Gemeinden konfrontiert sind. Kurz nach seiner Amtsübernahme Anfang Juni skizzierte Kralj die wichtigsten Prioritäten für seine Amtszeit, darunter die Verbesserung des öffentlichen Images der Landwirtschaft, die Beschleunigung der Entschädigung für Schäden durch Naturkatastrophen und die Verringerung bürokratischer Hürden, die oft wertvolle Zeit für Landwirte in Anspruch nehmen.
Er antwortete mit einer Mischung aus Humor und Aufrichtigkeit und stellte fest, dass zwei seiner Kinder bereits Interesse an der Landwirtschaft gezeigt haben. Einer möchte eine Ranch mit Pferden führen, während ein anderer darauf abzielt, ein Bauer zu sein. Kralj erkannte die Herausforderungen an, vor denen Bauern stehen, und zitierte die Erfahrung seiner Familie, auf einer Farm in Koroška zu leben, die er als alles andere als romantisch beschrieb. Trotzdem drückte er seine Unterstützung für die Ambitionen seiner Kinder aus und hob die Schwierigkeiten hervor, mit denen junge Menschen konfrontiert sind, um eine landwirtschaftliche Karriere aufgrund der Notwendigkeit des Landbesitzes oder der Miete zu beginnen.
Auf die Frage, wie die Zahl der jungen Menschen, die sich für den Landbau entscheiden, im nächsten Jahrzehnt zunehmen könnte, betonte Kralj, dass es wichtig ist, die Landwirtschaft als einen respektierten und lebensfähigen Karriereweg zu präsentieren. Er stellte fest, dass diese Botschaft von landwirtschaftlichen Nichtregierungsorganisationen gut aufgenommen wurde, zumal er ausdrücklich die Vorstellung abgelehnt hat, dass Landwirte Feinde der Natur sind. Stattdessen argumentierte er, dass Landwirte für die Gewährleistung der Ernährungssicherheit, die Erhaltung der kulturellen Landschaften und die Pflege des Tierschutzes von wesentlicher Bedeutung sind. Kralj erwähnte, dass er, wenn er einen Zauberstab hätte, das Durchschnittsalter der slowenischen Landwirte um 15 Jahre senken würde.
In diesem Statement spiegelt sich seine Besorgnis über die demografische Alterung in der landwirtschaftlichen Gemeinschaft und die Notwendigkeit für jüngere Generationen wider. Er betonte, dass die Veränderung der allgemeinen Wahrnehmung von Landwirten in der Gesellschaft entscheidend ist, um mehr Jugendliche in den Beruf zu ziehen. Als Antwort auf Fragen zu spezifischen Maßnahmen, die er während seiner Amtszeit umsetzen will, wies Kralj darauf hin, dass Slowenien verfügbare Mittel zur Unterstützung von Landwirten hat, die jedoch weitgehend ungenutzt bleiben. Er stellte dies Österreich gegenüber, wo staatliche Ressourcen effektiv zur Unterstützung von aktiven und pensionierten Landwirten eingesetzt werden.
Kralj betonte die Angst in ländlichen Gemeinden, dass Landwirte nach ihrer Pensionierung finanziell gefährdet sein könnten. Er sprach auch über die Frage des grünen Aktivismus, von dem er glaubt, dass er Landwirte ungerechtfertigt als Gegner der Natur darstellt. Kralj erklärte, er wolle diesem Stereotyp entgegenwirken, indem er die Idee fördert, dass Landwirte Verwalter der Umwelt sind, die für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts durch ihre Arbeit verantwortlich sind. Er forderte eine Fokussierung, um sicherzustellen, dass Wildtiere wie Bären, Wölfe und Luchse neben Vieh und Nutzpflanzen geschützt werden.
Kralj erörterte ferner die Notwendigkeit, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen und Bürokratie zu reduzieren, die er als große Hindernisse für die Landwirte ansieht. Er betonte die Bedeutung der Schaffung eines unterstützenden Umfelds, in dem sich die Landwirte sicher und geschätzt fühlen können, insbesondere angesichts der Stressfaktoren, denen sie durch die Wetterbedingungen und andere äußere Faktoren ausgesetzt sind.
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