Die Situation in Ceuta, einer spanischen Enklave in Nordafrika, hat landesweite Proteste in ganz Spanien ausgelöst. Die konservative Volkspartei (PP) organisierte über die Föderation der Gemeinden und Provinzen (FEMP) Solidaritätsdemonstrationen zur Unterstützung der 84.000 Einwohner der Stadt inmitten eines Migrantenzustroms, der Ende Juli begann. Tausende Migranten, darunter unbegleitete Minderjährige, bleiben in Ceuta gestrandet, überwältigen die lokalen Behörden und führen zu sozialen Spannungen und Gewalt. Ein durchgesickerter Polizeibericht legt nahe, dass marokkanische Beamte Wellen von Migranten, die die Grenze überqueren, orchestriert haben, um die spanischen Behörden zu überwältigen. Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo beschuldigte Premierminister Pedro Sánchez' Regierung, die Krise nicht angemessen angegangen zu haben, während Sánchez behauptete, die Regierung sei durch Fehlinformationen aus Russland und Israel aufgelöst worden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Perspektiven, Kritik der Regierung von Madrid durch Oppositionsparteien wie die PP und Vox und die Verteidigung der Regierung für ihre Aktionen.

