Der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker besuchte China, um die Handelsbeziehungen zu vertiefen und betonte die Notwendigkeit fairer Partnerschaften, die auf gegenseitiger Gleichberechtigung basieren. Begleitet von etwa 50 Vertretern großer österreichischer Unternehmen, verfolgt die Delegation das Ziel, bis 2030 ein geschätztes Exportpotenzial von 5,4 Milliarden Euro zu erschließen. Stocker wies auf erhebliche Handelsungleichgewichte hin und stellte fest, dass Österreich im vergangenen Jahr Waren im Wert von 17,5 Milliarden Euro aus China importiert hat, während die Exporte nach China nur 5 Milliarden Euro betrugen. Er erklärte, dass die Behebung dieser Defizite ein zentraler Bestandteil seiner Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und Ministerpräsidenten Li Qiang sein werde. Auf die Frage nach Chinas Unterstützung für Russland im Ukraine-Krieg lehnte Stocker es ab, Peking zu kritisieren und erklärte, dass sein Auftrag ausschließlich darin bestehe, europäische und österreichische Interessen zu vertreten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel wahrt einen neutralen Ton, indem er den wirtschaftlichen Schwerpunkt des Besuchs mit direkten Zitaten zu Handelsungleichgewichten und diplomatischen Grenzen ausgleicht und dabei eine wertende Sprache oder eine einseitige Darstellung vermeidet.





