Der Präsident der Biennale von Venedig, Pietrangelo Buttafuoco, hat seine umstrittene Entscheidung verteidigt, den russischen Pavillon während der Kunstveranstaltung offen zu halten. Er erklärte, er würde die gleiche Wahl erneut treffen und behauptet, dass es keine Rechtsverletzung in den Entscheidungen der Biennale gebe. Buttafuoco lehnte die Kritik des italienischen Kulturministers ab, der behauptete, der russische Präsident Wladimir Putin habe auf der Biennale "gewonnen", und argumentierte stattdessen, dass "die Kunst gewonnen habe". Er wies auch die Bedenken der Europäischen Kommission bezüglich der Meinungsfreiheit zurück und erklärte, die EU könne die Meinungsäußerung aufgrund der nationalen Herkunft nicht einschränken.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel befaßt sich mit einer politisch sensiblen Frage der internationalen Beziehungen und der kulturellen Institutionen, ist aber in einem ausgewogenen Rahmen verfasst.




