In den Vereinigten Staaten erweitern sich die privaten Schulen, die öffentliche Gelder erhalten, schnell, oft mit minimaler Aufsicht darüber, wer sie betreibt, welchen Lehrplan sie befolgen oder wie sie die Sicherheit der Schüler gewährleisten. Dieser Trend ist besonders ausgeprägt in Staaten wie Florida, Arizona und Arkansas, wo die Gesetzgebung den Fluss des Steuergelders an private Institutionen erleichtert hat. Diese Schulen reichen von traditionellen Akademien bis zu unkonventionellen Einrichtungen, einige sogar in Strip-Malls, Scheunen oder Go-Kart-Strecken, was Fragen zur Rechenschaftspflicht und Bildungsqualität aufwirft.
So erlaubte Florida beispielsweise einer ehemaligen Lehrerin einer öffentlichen Schule, der die Lizenz entzogen wurde und wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen strafrechtlich angeklagt wurde, eine Privatschule mit relativer Leichtigkeit zu eröffnen.
Diese Fälle belegen ein breiteres Muster: Die Staaten sind weitgehend uninteressiert daran, die Hintergründe der Personen zu überprüfen, die diese Schulen betreiben, und sie stellen auch nicht sicher, dass die Schüler sicher sind oder effektiv lernen. Arizona ist ein Beispiel für diesen Mangel an Regulierung.
Diese Zustimmung unterstreicht die minimale Kontrolle, die auf Zahlen angewendet wird, die mit diesen Institutionen verbunden sind. Das Ausmaß der Expansion ist atemberaubend. Laut einer ProPublica-Analyse von Daten aus 13 Staaten, die Privatschulverzeichnisse führen und öffentliche Finanzierung anbieten, ist die Anzahl der privaten Schulen, die öffentliches Geld erhalten, signifikant gestiegen.
In mehreren Bundesstaaten ist die Mehrheit der Schüler, die an Privatschulen gehen, vollständig auf öffentliche Gelder angewiesen. In Iowa beispielsweise subventionierten öffentliche Gelder 99% aller Privatschüler im letzten Schuljahr. Dieses Subventionsniveau spiegelt eine Verschiebung der Politik wider, die die elterliche Wahl der systemischen Aufsicht vorzieht. Allein in Florida wurden in den letzten fünf Schuljahren jedes Jahr durchschnittlich 100 neue Privatschulen eröffnet. Selbst kleinere Bundesstaaten wie West Virginia, in denen weniger Kinder im Schulalter sind als in den Chicago Public Schools eingeschrieben, haben etwa 40 neue Privatschulen entstehen sehen.
Seitdem der Staat jährliche Subventionen von etwa 7.000 US-Dollar pro Schüler für Privatschulen anbietet, sind rund 120 neue Privatschulen eröffnet worden. Das schnelle Wachstum ist jedoch nicht ohne Kontroverse gekommen. Eine frühere Untersuchung von ProPublica ergab eine Schule in Arkansas, in der Schüler Zwangsarbeit und körperlichen Missbrauch erlitten haben. Der Besitzer wurde später für die Zulassung von Kindesmissbrauch, ein Verbrechen, verurteilt. Trotzdem qualifiziert sich die Schule weiterhin für staatliche Finanzierung, was die Lücke zwischen politischen Absichten und realen Ergebnissen verdeutlicht.
Da öffentliche Schulbezirke Schüler verlieren und Einrichtungen schließen, steigt die Belastung für die verbleibenden Schulen. Inzwischen wirft der Mangel an Regulierung Bedenken über die Qualität der Bildung und die Sicherheit der Schüler auf. Während die Staaten das Wohlergehen der Schüler als Priorität bezeichnen, deutet die Realität etwas anderes darauf hin.
Solange die gesetzliche Unterstützung besteht und die regulatorischen Rahmenbedingungen schwach bleiben, wird die Landschaft der mit öffentlichen Mitteln finanzierten privaten Bildung wahrscheinlich weiter wachsen, was ständige Fragen zur Rechenschaftspflicht und zur Zukunft des öffentlichen Bildungswesens aufwirft.
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