Die kalifornischen Behörden haben Blackbird Mountain Guides nach der tödlichsten Lawine in der modernen Geschichte des Staates, bei der im Februar neun Menschen bei einer geführten Backcountry-Skifahrt ums Leben kamen, eine Geldstrafe in Höhe von 151.300 US-Dollar auferlegt. Die kalifornische Abteilung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (Cal / OSHA) nannte das Unternehmen wegen sieben angeblichen Verstößen, darunter das Versäumnis, eine unmittelbare Gefahr aufgrund eines hohen Lawinenrisikos anzugehen. Der größte Teil der Strafe, 81.000 US-Dollar, wurde diesem spezifischen Versäumnis zugeschrieben. Die Geldstrafen wurden Anfang dieses Monats angekündigt, obwohl das Unternehmen inzwischen Berufung eingelegt hat und behauptet, dass es vollständig den Vorschriften entspricht.
Der Vorfall ereignete sich am 17. Februar, als eine Gruppe von 15 Backcountry-Skifahrern, angeführt von Blackbird Mountain Guides, einen Hang in der Nähe von Frog Lake in der kalifornischen Sierra Nevada abstieg. Ein starker Wintersturm hatte kürzlich durch die Region gefegt und die Lawinenrisiken erhöht. Die Gruppe war in abgelegene Hütten im Tahoe National Forest auf einer Höhe von etwa 7.600 Fuß (2.316 Meter) gereist und hatte ihre eigenen Lebensmittel und Vorräte mitgebracht. Während ihres Abstiegs traf eine Lawine in der Nähe von Castle Peak und vergrub mehrere Personen. Die Rettungsaktionen sahen sich aufgrund der harten Wetterbedingungen mit Herausforderungen konfrontiert, aber sechs Skifahrer, darunter ein Guide, wurden schließlich in Sicherheit gebracht, nachdem sie sich stundenlang in Schutz genommen hatten.
Drei der Verstorbenen waren Guides, die bei Blackbird Mountain Guides beschäftigt waren. Das Unternehmen erklärte, dass die beteiligten Guides umfangreiche Erfahrung und Zertifizierungen der American Mountain Guides Association besaßen, die als der höchste Standard in der Branche angesehen werden.
Cal/OSHA's Befunde beinhalteten zusätzliche angebliche Verstöße, wie unzureichende Mitarbeiterbildung und verzögerte Meldung der Todesfälle. Die Agentur stellte fest, dass das Unternehmen es nicht umgehend über den Tod der drei Führer informiert hat. Separate Ermittlungen sind im Gange, um zu bestimmen, ob strafrechtliche Anklagen erhoben werden sollten. Die Nevada County Sheriff's Department hat seine Befunde an die Bezirksstaatsanwaltschaft übermittelt, die sich noch nicht öffentlich über mögliche rechtliche Schritte geäußert hat. Die Reise war als dreitägige Expedition in abgelegene Wildnisgebiete organisiert worden. Die Gruppe war zwei Tage vor der Lawine von den Hütten abgereist und war in Richtung niedrigerer Höhen.
Der Besitzer der Blackbird Mountain Guides, Zeb Blais, verteidigte das Verhalten der Guides und erklärte, dass sie ihre Arbeit mit Professionalität und einem Engagement für kontinuierliches Lernen angegangen seien. Er bekräftigte den Glauben des Unternehmens an die Einhaltung von Sicherheitsprotokollen und erkannte die Notwendigkeit an, sich mit den Aufsichtsbehörden zu beschäftigen, um die Nuancen der Backcountry-Operationen zu klären.
Die Behörden untersuchen weiterhin die Umstände der Lawine und konzentrieren sich darauf, ob das Unternehmen die festgelegten Sicherheitsstandards eingehalten hat. Während die genaue Ursache der Lawine noch untersucht wird, konzentriert sich der Schwerpunkt des Gerichtsverfahrens auf die Bereitschaft und Reaktion des Unternehmens auf bekannte Gefahren.
Der Fall unterstreicht die Spannung zwischen der fachlichen Expertise in extremen Umgebungen und den regulatorischen Erwartungen, die für vorhersagbarere Arbeitsplätze konzipiert sind.Im Laufe der Untersuchungen können weitere Details über die Reihenfolge der Entscheidungen, die zur Katastrophe führten, auftauchen, was beeinflussen kann, wie ähnliche Vorfälle in Zukunft bewältigt werden.
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